Ä/6 Geschich re der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XVI.
2 ,-^'rus vermöge der ihm von dem päpstlichen Stuhle crtheil-ten Vollmacht eine strenge Untersuchung aller Häuser ihresOrdens angestellt werden sollte").
Der Beystand, welchen die Hospitaliter dem KaiserJohann Vatatzcs gewährten, erregte um so mehr denVerdruß des Papstes, als seit dem Jahre 12Z8 die Lagedes lateinischen Kaiserthums von Constantinopel mit jedemLage bedrängter wurde, der junge Kaiser Balduin imAbcndlande umher reiste, Reliquien der Kirchen von By-zanz verpfändete oder feil bot, und die Könige mit flehent-lichen Bitten um Hülfe ansprach"), »„d der Papst selbstes damals für nothwendiger achtete, dem Kaiserthumevon Constantinopel schleunige Hülfe zu verschaffen, alsdas heilige Grab zu verteidigen. Denn der zehnjährigeWaffenstillstand, welchen der Kaiser Friedrich mit denSaracenen geschlossen hatte, war noch nicht abgelaufen.Manche Kreuzfahrer mißbilligten es aber sehr, daß Gregordamals durch Bitten und Ermahnungen diejenigen, welchegelobt hatten, die Saracenen in Syrien zu bekämpfen, an-hielt, ihre Waffen gegen die schismatischen Griechen zu rich-ten, was mit den Grundsätzen der früher» Papste im Wi-derspruche stand; und die französische Geistlichkeit murrte,als der Papst von ihr für drey Jahre die Abgabe des drcy-ßigsten Theils ihrer jährlichen Einkünfte zur Errettung deslateinischen Kaiserthums von Constantinopel forderte").
zi) Schreiben des Papstes an denGroßmeister der Johanniter, ausdem Lateran -3. März 123g, be» Rai-»aldus I. a- tz. 32.
50) 6i)>dc>i> kisr. ok tke steclilisauä lall c>I llro II. L. V. VI. (Quart-aus».) S. >yg folg.
53) Der Brief des Papstes an dis
französische Geistlichkeit, in welchemdiese Abgabe gefordert wurde (stm.I.oter. VIII Xal. Deo. »uni XII —L». Nov. »233), ist von NainalduSmitgetheilt worden, -ist i2zg. d- 23.04. Auch an den Grafen von Corn-walliS machte Gregor das Ansinnen«daß er »ach Constantinopel sich be-geben möchte.' ksinaia, I. 0. tz, oz.