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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Sittenlosigkeit im heil. Lande. 575

Lande außer den Kirchen und Klöstern zu dulden, und 2^>r.überhaupt keinem absichtlichen Mörder irgend einen Schutzgegen die verdiente Strafe zu gewähren. Auch sah Gre-gor sich veranlaßt, zu verordnen, baß den gefangenenSaracenen von den Christen des heiligen Landes nicht derZutritt zu den Predigten erschwert, oder gar die Taufe,wenn sie geneigt wären, sich zu bekehren, versagt wer-den sollte

Wider den Ritterorden vom Hospital des heiligenJohannes wurden damals besonders schwere Anschuldi-gungen erhoben. Die Hospitaliter nahmen von JohannesVatatzcs, dem furchtbarsten Feinde des lateinischen Kai-serthums von Constantinopel, Verleihungen von Ortschaf-ten und Grundstücken in den Ländern des Kaiserthumsvon Nicäa an und unterstützten ihn dafür in seinemKriege wider die Lateiner mit Mannschaft, Pferden undWaffen; sie hielten in ihren Hausern wollüstige Weiber,mit welchen sie ein ärgerliches Leben führten, verfälschtendie Testamente derer, welche in ihrem Hospitale starben,und eigneten sich deren Verlassenschaften zu, gestattetenden Sterbenden nicht anders, zu beichten und die heiligenSacramente zu empfangen, als wenn dazu von ihnen dieErlaubniß war ertheilt worden, und viele Ritter undBrüder des Ordens waren der Kctzerey verdächtig. So-bald Gregor von solchen Gräueln hörte, so schrieb ereinen strafenden Brief an den Großmeister des Ordensder Johanniter, in welchem er ihm ankündigte, daß,wenn nicht binnen drcy Monaten nach dem Empfangedieses Briefes die Hospitaliter ihr Betragen änderten undihren Lebenswandel besserten, von dem Erzbischöfe von Ty-

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