574 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XVI.
^7'und wider den Fürsten Boemund, welcher nicht nur sichweigerte, die Belehnung mit seinem Fürstenchume vermit-telst einer Fahne aus den Händen des Patriarchen zuempfangen und dem Stuhle von Antiochien zu huldigen,sondern auch auf andere Weise die Rechte der antiochi-schcn Kirche verletzte. Diesen Beschwerden abzuhelfen, warGregor, wie gewöhnlich in ähnlichen Fällen, sehr bereit; erbeauftragte die Erzbischöfe von Apamea und Mancesta, denKatholicus von Armenien zu seiner Pflicht zurückzubringen;und bevollmächtigte den Erzbischof Gregorius von Tyrus,den Fürsten von Antiochien durch die Androhung der kirch-lichen Strafen zur Erfüllung seiner Verbindlichkeiten gegendie Kirche von Antiochien anzuhalten ^). Höchst betrü-bend waren die Nachrichten, welche Gregor über bas Be-tragen und die Sitten der Stiftsherren des heiligen Gra-bes zu Jerusalem und der drcy geistlichen Ritterordenerhielt. Die Stiftsherrcn des heiligen Grabes bczeichnc-ten einen Ort zu Jerusalem als das Gcfängniß, in wel-chem der Heiland in Ketten und Banden gelegen habensollte, und gestatteten den Eingang zu diesem angeblichenGefängnisse des Heilandes für Geld; und Gregor, indemer den Stiftsherren diesen unwürdigen Betrug verwiesund untersagte, führte ihnen zu Gemüthe, daß der Hei-land der Lügen nicht bedürfte*^). Gegen die Ritterordenwurde die Klage erhoben, daß sie ihre Häuser zu Frey-stätten für Mörder und andere Verbrecher machten, dadurchden Lauf der Gerechtigkeit hemmten und Frevelthaten undVerbrechen begünstigten. Gregor suchte auch diesen Kla-gen abzuhclfen, indem er die Patriarchen von Jerusalemund Antiochien aufforderte, keine Freystätten im heiligen
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