552 Geschichte der K re uzzüge. Buch VII. Kap. XV.
ihren Versammlungen berief, wegzunehmen ^), dem Kaiserund dessen Sohne Conrad, so wie dem Marschall Richardund allen andern kaiserlichen Beamten folgsam zu scynund keines der von Alters hergebrachten Rechte der KroneJerusalem auf irgend eine Weife zu beeinträchtigen. Alsdie Brüderschaft sich weigerte, dieser Aufforderung zu ge-horchen: so sprach der Erzbischof über die Stadt Ptole-mais Las Jnterdict aus und belegte die Syndici undübrigen Beamte der Bürgerschaft, so wie die Häupter derRitterschaft von Ptolemais und deren Veysteher und Rath-gcbcr mit dem kirchlichen Banne b°).
Während der Erzbischof von Ravenna durch diesestrengen Maßregeln die im heiligen Lande obwaltendeZwietracht nicht unterdrückte, sondern ihr vielmehr neueNahrung gab, fanden die Vorstellungen des Ritters Gott-fried Lefort bcy dem Papste günstige Aufnahme. Ob-gleich der Kaiser Friedrich seinen beredten und gelehrtenKanzler, Petrus de Vinea, und den Bischof von Patti anden päpstlichen Hof sandte, um die Bestätigung der vondem Erzbischöfe von Ravenna im gelobten Lande getrof-fenen Verfügungen zu bewirken: so erklärte Gregor gleich-wohl dem Kaiser in einem Schreiben, daß ein Land, inwelchem Christen von so verschiedenen Bekenntnissen undGebräuchen zusammen wohnten, einer besonders schonen-den Behandlung bedürfte, weil ein allgemeiner Abfall des-selben von dem römischen Stuhle leicht erfolgen, und derKetzerey daselbst ein weites Feld eröffnet werden könnte,und daß er aus diesem Grunde das von dem Erzbischöfe
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