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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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550 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VI!. Kap. XV.

wurde zum gemeinschaftlichen Bevollmächtigten des Kö-nigreichs Cypcrn und der syrischen Barone erwählt undbeauftragt, dem Papste vorzustcllen, wie nachtheilig derzu Viterbo geschlossene Vertrag den von Alters herge-brachten Freyheiten des Königreichs Jerusalem wäre, sowie auch den apostolischen Stuhl um die schiedsrichter-liche Entscheidung des Streits, welcher das heilige Landverwirrte, zu bitten.

Noch ehe der Ritter Gottfried Lcfort und seine Be-gleiter zu dem Papste kamen "), wurden auf einer Ver-sammlung zu Spolcto, zu welcher der Kaiser, der Papstund die Patriarchen von Jerusalem, Antiochien und Con»siantinopcl im Laufe des Augustmonates 12Z4 sich ein-fanden"), die Angelegenheiten des heiligen Landes be-sprochen; und da es dringend nothwcndig befunden wurde,die gesammte Christenheit von neuem zur Bewaffnung fürdas heilige Land zu ermahnen, weil der von dem Kaisermit den Saraccncn geschlossene Waffenstillstand seinemEnde sich näherte: so hielt man es auch für unerläßlich,den innern Frieden des Königreichs Jerusalem so schleunig

72 ) Nach Hugo Blagon erfolgte dieSendung des Gottfried Lefort soschleunig, daß der Gesandte, welcherebenfalls aus einem genuesischen Schif-fe nach Genua sich begab und vondort an den päpstlichen Hof ging,den Papst noch zu Witerbo traf, wasaber sicherlich unrichtig ist. Dennaus dem Briefe, welchen der Papstam 8. August ,3Z4 zu Spvlew an dieBarone und Prälaten des heiligenLandes so wie an die Ritterorden er-lieg (Itariialsti aittial. eovtes. acta.wz 4 . tz. zs.), erhellt, daß damals diesyrischen Barone noch gar nicht überden zu Viierbo geschaffenen Vertrag

sich erklärt hatten form liucrae 5,,-per troo oongriio tempore pracseu-tatae woir 1'ueriiu). Nach Raumcr'sAngabe soll der Papst jenen Vertragim März ,2Zg bestätigt haben (Eesch.der Hohenstaufen lil. S. üüe>); Gre-gor sagt aber in dem vorher ange-führten Briefe, daß er den Frieden,weil die Erklärung der Barone ge-mangelt, noch nicht bestätigt hätte(xax uorr cxtitir a ilodts coniii-mata ).

76) Itai,tatst. ast ti. I2Z4. h. s?. Fr.v. Raumer, Gefch. der Hohenstaufena. a. O. S. 65g. 6üo.