548 Gcschichte der K r e n z z n g e. B n ch VII. K a p. XV.
Richard das heilige Land verwirrten, bemühte sich mitredlichem Eifer, die streitenden Partcycn zu versöhnen.Er nahm die Vollmacht, welche er dem Patriarchen Ge-rold von Jerusalem als Legaten des apostolischen Stuhlsgegeben hatte, zurück, weil der Patriarch auch in diesenHandeln die Partei) der Widersacher des Kaisers mit Lei-denschaftlichkeit genommen hatte; er ernannte dagegenden Patriarchen von Antiochien zu seinem Legaten undmachte demselben die Wiederherstellung des Friedens indem gelobten Lande zur angelegentlichen Pflicht. „Wirbegreifen nicht," schrieb Gregor dem Patriarchen vonAntiochien, „was einige Leute des Landes hat bewegenkönnen, gegen unfern geliebten Sohn in Christo, den Kai-ser und König Friedrich, sich zu empören, da ihnen vondemselben kein Anlaß zu Beschwerden gegeben scyn soll;und wäre ihnen auch von dem Kaiser Unrecht geschehen,was hat denn dessen Sohn, der rechtmäßige Erbe des Kö-nigreichs, dessen zarte Jugend noch keiner Gcwaltthätig-keit fähig ist, verbrochen? und hätten auch Vater undSohn gemeinschaftlich ihre Rechte gekränkt, so konnte vonihnen die Hülfe des päpstlichen Stuhls angerufcn wer-den^)." Gleichzeitig forderte Gregor sämmtliche Prä-laten des Königreichs Jerusalem auf, für die Versöhnungder streitenden Parteyen thätig zu scyn; und auch dieJohanniter ermahnte er, dem verderblichen innern Kriege,welcher den Untergang des christlichen Reichs im gelob-ten Lande zur Folge haben würde, ein Ende zu machen
Niostarst. cts 8. Oerman. aä 2 . i2Z2.x. 1036.
71) Bepdg päpstliche Briefe, sowohlan den Patriarchen Gerold, als anden Patriarchen von Antiochien wur-
den zu Nicti am oö. Julius 1232 er-lassen. Ilainaläi annal. ael a. r2Z2.S. 4s. 4Z.
72) Naiualst, I. o. §, 4Z.