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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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522 Geschichte der Krcuzzstge. Buch VII. Kap. XV.

sandte von dort den Ritter Balduin von Piguegni miteiner Schaar von Turkopuien auf der Straße von Emausvoraus, um Kundschaft über die Bewegungen der Sara-ccnen etnzuziche»; und dieser Ritter, da er auch in derNacht nicht rastete, kam schon am andern Morgen nachBethlehem, während die übrige Ritterschaft langsamerihm folgte. Mittlerweile waren die Saraccnen schon indie offene Stadt eingedrungcn und hatten nicht nur dieHauser ausgeplündert und verwüstet, sondern auch vieleChristen erschlagen, und wahrend zweyer Tage schwebtendie christlichen Einwohner von Jerusalem, da die Stadtganz in der Gewalt der Saraccnen war, in der qualvoll-sten Angst; am dritten Tage aber, als sie von der Höhedes Thurms David das Panier des Ritters Balduinvon Piguegni, welcher auf dem Wege von Bethlehemhcranzog, erblickten: so ermannten sie sich, überfielen dieSaraccnen, welche in den Straßen zerstreut waren, er-schlugen ihrer eine große Zahl und vertrieben die übrigenaus der Stadtviele Saraccnen fanden auch nochden Tod durch das Schwert des Ritters Balduin undder Turkopuien, welche die Flüchtlinge rasch verfolgtenund ohne Schonung erwürgten, so daß zwey Tausend

Li gr»o nne Partie s'cnlui parUr porre 5 . Hiieirne, i'arnre par laparle < 5 o sosapfiat, i'antre vere ielremple et vers Mailte Sion, iiguci.t- fiei-aortloient fies mors ä val.Hugo Plagen x. 705. Die Nittcr-t-bafl von PtolemaiS war übrigensschon biS zu der Burg Toro» derLiilter (roron lies allcvaiiers, welchewohl zu unlerscheiden isi von Tvrondci> Tyrus) gekommen, alS sie dieRachricht erhielt, dab die Gefahr

schon vorüber war. Be« Hugo Pla-gon Pudel fich eine ausführliche Nach-richi von diesem Ereignisse, dessenMarinus SanutuS (i>. 214) nur mitwenigen Worum erwähnt. Die Zeitdieses Ereignisses wirb nicht angege-ben ; eS gehört aber wahrscheinlich indaS Jahr 12Z0 ; denn in dem folgen-den Jahre 1231 sandte der Kaiserneue Truppen nach dem heiligen Lan-de um Jerusalem gegen künftige ähn-liche Gefahren zu schützen.