Versöhnung der Parteyen im gelobten Lande. 523
und mehr Leichname erschlagener Saracencn innerhalb undaußerhalb der heiligen Stadt gezählt wurden. Die Rit-terschaft von Ptolemais, als sie hörte, daß die Einwoh-ner von Jerusalem selbst sich befreyt hatten, kehrte so-fort zurück.
Zu der Zeit, als die Nachricht von solchem ruchlosenFrevel, welcher von zügellosen saracenischen Horden in derheiligen Stadt war verübt worden, zu dem Kaiser Fried-rich gelangte, hatte der Friede zu San Germano") dieRuhe in Italien bereits für einige Zeit wieder hergestellt;und in der geheimen Besprechung, welche der Papst undder Kaiser wenige Tage nach dem Abschlüsse des Friedensam ersten September 1232 zu Anagni hielten, hatten beyde-.S-pr.einander mit Achtung und Vertrauen behandelt"). DieseAussöhnung war in sofern von unmittelbaren vorrhcil-haften Folgen für das heilige Land, als nunmehr derPapst seinen Widerspruch gegen die Anordnungen, welcheder Kaiser im gelobten Lande getroffen hatte, und insbe-sondere gegen die Bestimmungen des mit den Saracenengeschlossenen Friedens") zurücknahm, und der PatriarchGerold und seine Anhänger den Umständen sich fügten;wodurch der verderblichen Zwietracht, welche bis dahindas Königreich Jerusalem verwirrt hatte, ein Ende ge-macht wurde. Der Patriarch Gerold verkündigte, nach-dem der Papst mit dem Kaiser sich versöhnt hatte, imNamen des apostolischen Bischofs den mit den Sultanenvon Aegypten und Damascus geschlossenen Frieden als
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lner, Geschichte der Hoheustaus. IN. l'err-r 6^1101.3, niiülo rei'in.ins
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Vgl. Fr. v. Raumer a. a. O. S.
4Ü0. 46».