Jerusalem von den Saraccneu beunruhigt. 52 l.
verhehlten nicht die Absicht, die Christen aus der heiligen -Stadt zu vertreiben, obwohl sie behaupteten, nicht durchein Gebot des Sultans zum Kampfe wider die Christenaufgefordert zu seyn, sondern nur der Ermahnung ihrerFakihs zu gehorchen. Als die Christen zu Jerusalem, diesyrischen sowohl als die lateinischen, erfuhren, daß eineso schlimme Gefahr sie bedrohte, so suchten sie für sich,ihre Familien und ihr bewegliches Eigenthum Schutz undSicherheit, theils in dem Thurme Davids, theils in eini-gen benachbarten festen Hausern; und Reinald von Chaifa,damaliger Stadthauptmann von Jerusalem, sandte eiligstBoten nach Ptolemais und ließ durch dieselben Valian,Herrn von Sidon, und den damaligen kaiserlichen Statt-halter des Königreichs, Werner Lalemant, um schleunigenBeystand Litten. Diese Bitte wurde ohne Säumniß er-füllt; die Ritterschaft von Ptolemais, von ihren Knappenund Turkopulen begleitet, begab sich nach Joppe und
^.braliam (d. i. im Lande von He-bron , vgl. Rclauäi palaest. p. 70g )er cics moutaigues cio lerusalem etstu pars ti'eulor. Hugo Plagonp. 704, Da weder dieser noch derzuvor erwähnte Angriff auf Jerusa-lem von den morgcnländischen Ge-schichtschreibern erzählt werden, sowissen wir nicht, woher diese Sara-eenen kamen. Da Hugo Plagon nurvon Fuövolk redet und keiner Reite-rei, erwähnt, so ist es nicht wahr-scheinlich, dag einer der saraccnischenFürsten an diesem FrievensbruchoLheil nahm. Ohne Zweifel beziehtsich auf Liese Begebenheit folgendeAeugerung in dem an alle Prälatender Kirche gerichteten ErmahnungL-schreibcn des Papstes Gregor vom
2g. Februar iAi: Nie Iiumani ge-
guistem aoriter saevit Iraetcuus perSoiäauos, iilarum partium cüadoii-eae keritatis cxceutvres pcrsiäos etprotervos; erst, guoci gravi uos Stu-pore pcreuiit et irorrore peroussit,liegen, I-ersarum elipatum mtiltitu-ciiue uumerosa iu exlerminirim ter-rae eauotae ueguirer iustigavit, si-cur earissimus iu OiiriLto silitts uo-eter Isristerious liom. Imperator ik-
iusrris.ueo i,ou xatriarciia
Lieros. et tiiiccti sikii Lokpitaiis erUomus militiae leuipli IlieroLol/-mitaui magistri srüs uobis iitterisiutimaruut. Unter dem Könige vonPersien scheint der Papst den Chalifenzu verstehen.
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