518 Geschichte der Kreuz züge. B u ch VII. K a p. XV.
I Cl,r.
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Kreuzfahrer in Syrien als eine der heiligsten Pflichtenihrer Religion betrachteten, gezwungen haben, den Kriegwider die Christen zu erneuen.
So grausam und furchtbar auch die Verwüstungenwaren, welche von den mogolischen Horden geübt wurden,so haßten und fürchteten gleichwohl die Muselmänner dieseHorden nicht so sehr als die Kreuzfahrer. „Die Nach-folger des Sultans Saladin," sagt ein arabischer Ge-schichtschreiber"), „hielten die Franken für gefährlichereFeinde als die Mogolen; denn diese siedelten sich gernan, wo es ihnen gefiel, und nahmen die Religion und dieGesetze des Landes an; die Franken dagegen wolltenüberall herrschen, und ihre Religion, welche der Beweg-grund ihrer Kriegszüge in so ferne Gegenden war, bildeteeine unübersteigliche Scheidewand zwischen ihnen und denMuselmännern. Wo die Franken festen Fuß faßten, daverjagten sie die Fürsten und drangen dem Volke ihrenGlauben auf; sic hatten die Siege, welche Saladin übersie gewonnen harte, nicht vergessen und waren daherunversöhnliche Feinde seiner Nachfolger."
Den Saracenen war es gewiß nicht unbekannt, daßdie Templer und Hospitaliter und deren Freunde demvon dem Kaiser Friedrich geschlossenen Frieden nur des-wegen sich unterwarfen, weil es ihnen an den Mittelnfehlte, den Krieg mit Erfolg zu führen. Darum hieltder Sultan Kamel es für nöthig, mitten im -Waffenstill-stände durch Wachtposten, welche er auf dem Berge Kar-mel aufstcllte, die Stadt Ptolcmais beobachten zu lassen;und einige Frauen, welche außerhalb der Stadt wohn-ten, waren angewiesen, sorgfältig auszukundschaften, was
10) Ebtt Ferars) in IVIiclianä kidlioKrapliis p. 774.