Verhältnisse in Syrien.
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einigte, scheint Friedrich in kein Vcrhältniß irgend einerArt getreten zu seyn; und Bocmund, welcher mit seinenarmenischen Nachbaren in Cilicicn noch immer nicht inungestörtem Frieden lebte *) und gegen den Sultan vonJkonium, den muselmännischen Fürsten von Halcb undandere benachbarte saraccnische Fürsten seine stets bedrohteHerrschaft zu verthcidigcn hatte, war nicht in einer sol-chen Lage, daß er sich hätte veranlaßt sehen können, indie Angelegenheiten des Königreichs Jerusalem sich zumischen. Vielmehr suchte Boemund sich so unabhängigzu erhalten als möglich. Das feindselige Verhältniß, inwelchem Friedrich zu Johann von Jbclin, Herrn von Ve-rylus, seit dem Streite über die vormundschaftliche Ver-waltung des Königreichs Cypern stand, hätte ihn wohlaufmerksam machen können auf die Nothwendigkcjt, dieRechte der Krone Jerusalem gegen die Beeinträchtigungenübelwollender Barone durch wirksame Maßregeln sicher zustellen. Das Betragen mehrerer anderer Barone des Kö-nigreichs Jerusalem gegen den Kaiser konnte eben so wenigals das Betragen des Johann von Jbelin die Hoffnung
i) Die Mißhandlungen, welche Phi-lipp, der Sohn des Fürlien Boc-mund, und Gemahl der hinterlasscncnTochter deS Königs Leo von Arme-nien, erfahren hatte, veranlagte imJahre 102Z einen Krieg zwischen denAntiochicrn und Armeniern, an wel-chem auch der Sultan von Jkoniumals Bundesgenosse des Fürsten vonAntiochien, und der Fürst von HalcbalS Bundesgenosse der Armenier Theilnahmen. Bocmund zog sich durchdiesen Krieg den päpstlichen Bannzu. „Seit dieser Zeit," sagt Ebn alAihir, „wollten die Templer und Ho-vi. Band.
spitaliter, welche von diesem Streitesich fern gehalten hatten, keine Ge-meinschaft mit dem Fürsten Bocmundhaben; zu Antiochien und Tripolis,in den eigenen Staaten deS Fürsten,hielt man nicht den Gottesdienst,wenn der Fürst gegenwärtig war.Daher verließ der Fürst an Festtagendie Stadt, um nicht den Gottesdienstzu stören, und kam zurück, wenn daSFest beendigt war. Dann wurdendie Kirchen wieder geschlossen." Ebnal Athir bei) Ilciiiauci p. 435. 426.Dgl. ^dulkaragli Lliron. S)'r. p.47 -- 472 .
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