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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Der K. Friedlich II. zu Jerusalem.

mir in meine Staaten, so würde ich gegen euch nicht so^.F^'gefällig scyn können^)." Während der Kaiser die großeMoschee in Augenschein nahm, kam in dieselbe ein christ-licher Priester, welcher ein Evaugelienbuch trug. Darüberwurde der Kaiser sehr ungehalten; er gebot dem Priester,sofort sich zu entfernen, und schwur, jeden Christen strengezu strafen, welcher sich erkühnen würde, ohne besondereErlaubniß die Moschee zu betreten^).

Durch ein solches Betragen mochte der Kaiser viel-leicht den Unwillen und Verdruß einiger Muselmännerberuhigen; seine Widersacher unter den Christen dagegen

7Z> Iloinanck x. 4zi. gza.

) Makrisi bcy Neinaud p. /»zs.Der Kaiser soll nach Makris, dieWorte hinzugefügt haben:Wir sindalle Diener und Knechte deü Sultan,verdanken seiner Gnade die Zurück-gabe unserer Kirchen nnd dürfen unskeinen Missbrauch erlauben. " Auchbehauptet dieser Schriftsteller, dageine der Ursachen, welche den Kaiserbewogen Habs, Jerusalem zu besuchen,der Wunsch gewesen sei», zu hören,auf welche Weise die Muselmännerzum Gebete gerufen würden ; dag dieMoschee deS Omar die Bewunderungdes Kaisers erregt, und der Kaiser denlebhaften Wunsch gcäugert habe, disKanzel zu sehen, von welcher dieImams zu dem Wolke redeten. Deroft angeführte Bericht des Priestersder Moschee des Chalisen Omar ent-hält unmittelbar nach der oben l S.giy. An:». 11.) mitgcthcilten Beschrei-bung der Gestalt des Kaisers Fried-rich, folgende Erzählung-Die Ge-spräche des Kaisers bewiesen, dag ernicht an die christliche Religionglaubte ; wenn er davon redete, so

geschah es nur, um ste zu verspotten.Er lieg sich die Inschrift erklären,welche Saladin in goldenen Buchsta-ben oben an der Kapelle Sachra battesehen lassen:Saladin reinigte imJahre ... die heilige.Stadt von derGegenwart derer, welche drei) Götteranbetcn." Hierauf fragte er, weshalbdis Fenier der Kapelle mit Gitternversehen'wären, und als man ihmsagte, dag dadurch die Verunreini-gung durch den Unrath der Sperlingeund anderer Vögel verhindert werdensollte, so antwortete er: Ihr haltetdie Sperlings von euch fern, aberGott schickt euch dafür Schweine(d. >. die Christen). AIS cs Mittaggeworden war, so verrichteten wirunser Gebet, und die Muselmännerim Gefolge des Kaisers thatcn das-selbe, ohne dag der Kaiser sie daranhinderte. Unter den muselmännischenBegleitern des Kaisers war auch seinehemaliger Lehrer, ein aus Strittengebürtiger Mann, welcher ihn in derDialektik unterrichtet hatte. " ttci-

iianä 4zi.