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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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492 Geschichte der Kreuzzügc. Buch VII. Kap. XIV.

So wie ein großer Theil der Christen den von demKaiser mit dem Sultan von Aegypten geschlossenen Frie-den als entehrend und schimpflich mißbilligte: eben so er-weckte in den Gemüthern aller rechtgläubigen und eifrigenMuselmänner die Zurückgabe von Jerusalem an die Chri-sten den heftigsten Verdruß; und sie betrachteten dieselbeals einen schmählichen Beweis der Feigheit und Kraft-losigkeit des Sultans Kamel"). Als es bekannt wurde,daß der Sultan eingewilligt hatte, die heilige Stadt demKaiser zu überlassen, so hörte man in Jerusalem nichtsals Seufzen und Wehklagen?°), und die Priesterschaft dergroßen Moschee des Chalifen Omar begab sich zu demSultan, um ihm Vorstellungen zu machen, und kündigte,um ihren Unwillen dadurch auszudrücken, vor seinem Zeltedas Gebet zu einer ungewöhnlichen Stunde an; woraufder Sultan sie wegjagen und der silbernen Lampen, so wieder Gewänder und anderer Gegenstände, welche die Priesteraus der Moschee mit sich genommen hatten, beraubenließ Zu Damascus benutzte der Sultan David, wel-

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üy) So uriheilte der damals schonsehr betagte Geschichtschreiber Ebn alAthir, welcher bald »ach der Räu-mung von Jerusalem starb. Reinanül>. 4ZZ- 4z4- Abu Schamab berichtet(tot. iM il..) über diese für die Mu-selmänner sehr unrühmlichen Dingenur Folgendes:Im Anfänge desMonats Nabi al achar des Jahrs 62ü(2g. Januar nag) kam zu unS dieNachrichl, dqfj Malek al Kamel mit

den Franken Frieden geschloffen hatteunter der Bedingung, ihnen Jerusa-lem und einige Ortschaften (eck»s--

zu übergeben: worausdie Franken Besitz davon nahmenund mir ihrem Beherrscher, dem Kai-ser, einzogen. Es war dieses schmach-voll für die Muselmänner, erfüllte be-sonders die Gemüther der Damaüce-ner mit Unwillen gegen Kamel undwurde von Nasir (David) benutzt,den Kamel bey ihnen verhakt zumachen."

?o) Makrisi beh üeinanü x. gZZ.

7i) Makrist bei) lieiuLtiü a. a. O.