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482 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIV.
In wenigen Tagen ist mehr durch ein göttliches Wunderals durch menschliche Kraft das vollbracht worden, wasin den vergangenen Zeiten verschiedene mächtige Fürstenweder durch zahllose Kriegsvölkcr noch durch Furcht undandere Mittel zu bewirken vermocht haben")."
Das Benehmen des Kaisers während der Zeit, welcheer nach dem Abschlüsse des Friedens in Syrien zubrachte,entfernt keineswegs die Zweifel, welche gegen die Wahr-heit seiner Angabe von den Bedingungen des mit demSultan geschlossenen Vertrages sich erheben lassen. DerKaiser gab zwar während seiner Anwesenheit zu Jerusa-lem den Befehl, die Mauern der heiligen Stadt wiederherzustellen; allein von einer Ausführung dieses Befehlswar nicht die Rede"); und außer der heiligen Stadt
zg) Oeiinririi Mantisse p. 24; undWiener Jahrbücher der Lit. B. 40.S. 147- Der Anfang des Schreibensbc» Matthäus Paris ist in einzelnenAusdrucken abweichend.
Zy) Der Patriarch Gerold behauptetIn seiner Anklage gegen den Kaiser(Mattir. raris x. 55 g), dast dieGroßmeister der Templer und Hospi-taliter sich erboten hätten, bei) derWiederherstellung der Mauern vonJerusalem behülflich zu scpn, ihr An-erbieten aber von dem Kaiser nicht be-rücksichtigt worden sey; was übrigensbev dem Verhältnisse dcü Kaisers zujenen behden Orden sehr natürlichwar. In dem später» Schreiben anden Papst berichtet der Patriarch, derKaiser habe in der Rede, welche derDeutschmeister Hermann in der Kir-che des heiligen Grabes unmittelbarnach der Krönung des Kaisers vor-laS, seine Absicht, Jerusalem zu be-festigen, erklärt, und auch sofort von
den StiftShcrrn des heiligen Grabeserzwungene Bcysteucr» erhoben ss.unten), alsdann die Bischöfe vonWinchester und Ereter, so wie denGroßmeister der Johanniter und denPräccptor der Templer berufen undvon ihnen durch den Großmeister desdeutschen Ordens ihren Beystand zurWiederherstellung der Mauern vonJerusalem gefordert: worauf dieseMänner antworteten, dag sie die Sa-che in Uebcrlegung nehmen wollten.Hierauf soll der Kaiser sie aufs Neuedurch den Großmeister der deutschenRitter befragt haben, ob sie die Be-festigung von Jerusalem für nützlichhielten, mit der Aufforderung, dar-über am folgenden Tage sich zu er-klären. Am ander» Tags verließ aberder Kaiser Jerusalem; und als jeneMänner ihn, folgten, und die Templerihm erklärten, daß sic bereit wären,ihm in der Befestigung von Jerusa-lem redliche Hülfe zu leisten: so ant-