Fn'edensschluß des K. Friedrich II. mit den Saracenen. 481
Kaiser in den ruhmredigen Berichten, welche er wah-rend seines kurzen Aufenthaltes zu Jerusalem nicht nuran die Fürsten und Lehensmänner seiner europäischenLänder, sondern an alle christliche Könige erließ, die er-langten Vortheile sehr vergrößerte, weil er fürchtete, dasMißfallen seiner Glaubensgenossen durch das Geständnißder Wahrheit zu erwecken. Auch lag dem Kaiser vieldaran, die Christen zu überzeugen, daß der Bann,, welchervon dem Papste wider ihn war verkündigt worden, ihnnicht um den Segen und Bcystand Gottes gebracht, son-dern daß Gott vielmehr diese Kreuzfahrt mehr als irgendeine der früher» seines allmächtigen Schutzes gewürdigthätte. Die Besitznahme einer offenen Stadt aber mit derVerpflichtung, sie unbefestigt zu lassen, und die Erwerbungeiniger anderen unerheblichen Plätze hätte Friedrich nichtals ein Wunderwerk der göttlichen Allmacht barstcllenkönnen, ohne den Vorwurf thörichter Prahlerey auf sichzu laden; und so geringen Vortheilen wären seine Be-richte nicht angemessen gewesen, welche auf folgende Weiseanhuben: „Es mögen sich freuen in dem Herrn und froh-locken alle Rechtschaffene, weil es Gott gefallen hat, dieFrommen seines Volks zu erhöhen im Heile. Laßt auchuns denjenigen preisen, welchen die Engel preisen, weiler ist unser Gott und Herr, welcher Wunderbares alleinbewirkt und, seiner alten Barmherzigkeit eingedenk, inunfern Zeiten die Wunder der frühem Tage erneut hat.Denn der Herr, welcher nicht immer der Rosse und Wa-gen sich rühmt, hat, um seine Allmacht kund zu thun,durch ein geringes Häuflein sich großen Ruhm bereitet,damit alle Völker erkennen mögen, daß er schrecklich seyin seiner Hoheit, glorreich in seiner Würde und unbe-greiflich in seinen Nathschlägen über die Menschenkinder,vi. Band. Hh
I. Cftr.
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