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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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476 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIV.

^geschäftliche Gegenstände sich unterredeten, bewunderten dieKenntnisse des christlichen Fürsten in der Philosophie undfreuten sich über die Uebercinstimmnng seiner Ansichtenund Meynungen mit den ihrigen; und der Kaiser behan-delte besonders den gelehrten Emir Fachreddin mit Aus-zeichnung und Vertraulichkeit. Auch den Sultan vonAegypten selbst setzten die scharfsinnigen mathematischenund philosophischen Fragen, welche nach einer morgenlän-dischen Sitte der Kaiser ihm durch seine Botschafter vor-legen ließ, in Erstaunen, und Kamel, obgleich ebenfallsein gelehrter Fürst, wagte es nicht, selbst die wissenschaft-lichen Aufgaben, womit er die Fragen des Kaisers er-widerte, zu entwerfen, sondern übertrug deren Abfassungeinem seiner Scheiche, welcher auch die schwierigen Fra-gen des Kaisers beantwortete ^°). Friedrich machte über-haupt durch seine genaue Bekanntschaft mit der Gelehr-samkeit der Araber und durch sein mildes und schonendesUrtheil über den Islam den Muselmännern sich angenehm;und die bittern oder spöttischen Acußerungen über mancheLehren, das Pricstcrthum und andere Einrichtungen derchristlichen Kirche, zu welchen sein damaliges Mißvcrhält-niß mit dem Papste und der Geistlichkeit ihn verleitete,erregten bey den Muselmännern die Meinung, daß derKaiser im Herzen dem Islam zugethan wäre. Sie be-merkten es mit großem Wohlgefallen, daß die sicilischcnAraber, welche in dem Gefolge des Kaisers waren, mittenin dem Lager der Kreuzfahrer in der Ausübung ihrer Re-ligion nicht gestört wurden, und daß unter den musel-

Lo) Ueiimnä I>. 429. 4Z2. 4ZZ. Bey bien sich erinnern, welche nach Jcru-den Aufgaben, welche der Kaiser und salem kam, den König Salomo zu

der Sultan sich einander stellten, wird versuchen mit Nätüscln." B- der

man der Königin vom Reiche Ara> Kon. 10, 1.