Friedlich II. kn Syrien. 475
tungen, mit welchen Friedrich nach Syrien gekommen war, ^nicht gänzlich getäuscht wurden, verdankte er thcils derRechtlichkeit des Sultans Kamel, welcher der früher ge-gebenen Zusage treu blieb, rheils dem lebhaften WunscheSultans und seines Bruders, des Fürsten Aschraf,dem Kriege wider die Kreuzfahrer ein Ende zu machenund ihre Macht gegen ihren Neffen David, welcher ander Spitze zahlreicher Schaaren bcy Ncapolis stand "),zu richten, theils der persönlichen Achtung, welche Fried-rich bey den Saraccnen schon früher sich erworben undwährend seines Aufenthalts in Syrien sehr erhöht hatte.Die beyden Emire Fachrcddin und Schemseddin, welcheim Namen des Sultans unterhandelten, das christlicheLager oftmals besuchten und mit dem Kaiser über WiffeN-
Hasscs zwischen dem Kaiser und denbeyden Ritterorden (Lx Ircc knie so-niinainnn ociii inror lmporotoremer l'emplorios rcc Ilospitoiarios).
Nach der Versicherung des MatthäusParid (>?> ZZgl sott jedoch die Schuldder Johanniter an dieser Vcrräihcreygeringer gewesen seyn alS die Schuldder Tempelherren (vornmtoinon IIo-sxitLlarii minorom nocom inkomioosuper Iioc kocco controxerunt).Nach der von Herrn Ncinaud mitge-thciltcn arabischen Nachricht: „liegder Sultan den vcrräthcrischen Briefsich vorlcsen und schickte ihn dann ande» Kaiser. Dieser verbarg seinenVerdruss und war seitdem »och unge-duldiger alc! zuvor, die Erfüllung derIhm gemachten Versprechungen zu er-langen und in seine Staaten zurück-zukehrcn."
lioinauci p. 450. Vgl. oben Anm. rg.
erblickte, so verabscheute er den Neidund die Verrätherey der Christen, riefzu sich zwei) vertraute Raths undzeigte Ihnen den Brief mir Len Wor-ten: Seht die Treue der Christen.Die beyden Näthe vereinigten sichhierauf nach langer Verathung zuder Meinung, dag der Sultan denBrief an den Kaiser übersenden unddenselben dadurch zur Dankbarkeitverpflichten möchte. Friedrich hatteden früher an ihn gelangten War-nungen kaum Glauben beygemessen(non creäens rontom moiitioin lloreiigiosis prorupisso), und erst dieBenachrichtigung des Sultans über-zeugte ihn, dag jene Warnungen ge-gründet waren. Er nahm aber, in-dem er froh war, der Gefahr entgan-gen zu seyn, öffentlich von jener Ver-räthcrcy keine Kunde (omnia contoüissimnlirhot) und verspürte die Rachefür eine gelegenere Zeit; diese Ver-rälhercy war aber, wie MatthäusParis versichert, die Hauptursache des
. Ehr.
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