464 Geschichte der Krcuzzüge. Buch VII. Kap. XIV.
2^'Rittern und zehn Tausend zu Fuß, welche aus verschie-denen christlichen Ländern nach Syrien gekommen waren;und die Führer dieser Pilger waren der Herzog von Lim-burg, der Patriarch Gerold von Jerusalem, die Erzbischöfevon Nazareth, Casarea und Narbonne, die englischen Bi-schöfe von Winchester und Exeter, so wie die Großmeisterdes Tempels und der Johanniter"). Da Friedrich selbstnur eine geringe Mannschaft mit sich gebracht hatte"),und die Ritter, welche von dem Grafen von Acerra unddem Marschall Richard nach Palästina waren geführtworden, wahrscheinlich als Besatzungen in die Städte undBurgen des heiligen Landes, welche noch in der Gewaltder Christen sich befanden, waren vertheilt worden"): sowar allerdings keine Möglichkeit vorhanden, den Sarace-nen in offenem Kampfe etwas abzugewinnen; und cswürde sehr unverständig gewesen scyn, mit unzulänglichenMitteln einen Krieg zu unternehmen, welcher sicherlich diesaracenischen Fürsten bewogen haben würde, ihre innernStreitigkeiten auszugleichen und ihre vereinigte Machtgegen die Christen zu richten. Schon die Besorgnisse,welche durch bas Gerücht von der bevorstehenden Ankunftdes Kaisers Friedrich, und die von der damaligen gerin-gen Macht der Christen in Syrien seit dem Ablaufe desWaffenstillstandes genommene drohende Stellung warenerregt worden, hatten einen sehr großen Antheil an derBereitwilligkeit des Fürsten Aschraf, mit dem Sultan
25) IVlLtcb. l?aris 1 . 6.
2q) S. oben S. qzz. Anm. 3.
2Z) Ts ist auffallend, daß weder inde» Nachrichten der Geschichtschreiberüber den Aufenthalt des Kaisers inSyrien, noch in dem Schreiben
Friedrichs, welches in den folgendenAnmerkungen mehrere Male angeführtwerde» wird, eine Erwähnung jenerRitter sich findet; in der von Mat-thäus Paris angegebenen Zahl derPilger waren sie gewiß nicht be-griffen.