Friedrich II. in Syrien.
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Friedrich fand überhaupt im heiligen Lande sehrgünstige Verhältnisse. Diejenigen, von welchen bis zuseiner Ankunft seine Stelle in Palästina war vertretenworden, der Graf Thomas von Accrra und der MarschallRichard, hatten das Vertrauen weder der dort wohnendenChristen, noch der fremden Pilger sich erworben; und cswurde sogar die Beschuldigung erhoben, daß die kaiser-lichen Statthalter, nachdem der Waffenstillstand abgelau-fcn war, die feindseligen Unternehmungen der Saracencnwider die Christen heimlich und öffentlich unterstützten.Der Graf Thomas von Accrra soll sogar die Templer mitgewaffncter Hand gezwungen haben, eine beträchtlicheBeute, welche sie den Saracencn zur Wicdervcrgcltungder von ihnen verübten Räubereyen abgenommen hakten,zurückzugcbcn "); dagegen ließ er es ruhig geschehen, daß
ii) Brief deS Papstes an den Car-dinal NomanuS be» Matthäus Pa-ris, -rck -I. isag. 84 g. 849. HugoPlagen erzählt (x. 6y8) dasselbe vondem Marschall Richard, welchen derKaiser erst auS Cypcrn (wie dieserSchriftsteller niit Unrecht behauptet)nach Palästina sandte, um mit denSaraccnen nicht zu streiten, sondernzu unterhandeln (vgl. oben S. 449-Anm. üü). „AlS die Christen," sagtHugo Plagen, „welche in das Landder Heiden gezogen waren, um Le-bensmittel zu suchen, mit einer gra-sten Deute an WIeh und andern Din-gen zurückkchrtcn, so bewaffneten sichder Warschau und seine Ritter undgingen ihnen entgegen. Die Chri-sten, alü sie daS Panier des Mar-schaus erblickten, freuten sich sehr,weil sie glaubten, dag er käme, umihnen bcrizusichcn; der Marschau aber
griff sic an, tiidtete und verwundeteihrer mehrere und nahm ihnen ihreBeute ab. Hierauf begab sich derMarschall in daS Land der Heiden,um mit dem Sultan wegen des Frie-dens zu unterhandeln; denn er wolltenicht, dag saraccnische Botschafternach Akon kommen und die ChristendeS heiligen Landes von jene» Unter-handlungen etwas erfahren sollten.Die Christen deS heiligen Landes abersandten eine Botschaft an Len Papst,um ihm zu melden, wie die Leute deSKaisers sie mighandcltcn (commcnk
DaiUis) und in beständigem Verkehremit den Saraccnen ständen." Durchdiese Klagen wurde das von Mat-thäus Paris mitgctheilte Schreibendes Papstes Gregor an den CardinalNomanuS (damaligen päpstlichen Le-gaten in Frankreich, vgl. LUicrroi