458 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VH. Kap. XIV.
Das Verfahren des Kaisers gegen Johann von Jbe-lin war nicht geeignet, in Syrien, wo leicht die Gelegen-heit, noch mehrere ähnliche Ansprüche zu erheben, sichdarbieten konnte, ihm Freunde zu erwecken. Gleichwohl?. Sem. wurde er in Ptolemais, wo er am Vorabende vor MariaGeburt eintraf, mit großen Ehrenbezeigungen empfangen-);die Templer und Hospitaliter beugten vor ihm ihre Kniceund küßten die Kniee des Kaisers, die übrigen bewaffne-ten Kreuzfahrer empfingen ihn mit lautem Jubel, unddie Geistlichkeit und das Volk gingen ihm entgegen infeyerlichem Zuge; jedoch versagten die Geistlichen demKaiser, weil der Bann auf ihm lag, den FriedcnSkuß,mieden jede Gemeinschaft mit ihm und ricthen ihm ange-legentlich, mit der Kirche sich zu versöhnen; und diesesBetragen der Geistlichkeit erfüllte den Kaiser mit der Be-sorgniß, daß unangenehme Tage in Syrien ihm bevorste-hen möchten. Friedrich suchte zwar der Einwirkung derdem Papste ergebenen Geistlichkeit auf das Volk zu be-gegnen, indem er in dem Heere der Kreuzfahrer eine Er-klärung bekannt machen ließ, in welcher er die schon öftersvon ihm vorgctragene Behauptung wiederholte, daß dervon dem Papste Gregor wider ihn ausgesprochene Bannungerecht wäre, weil eine schwere Krankheit und wichtige,die ganze Christenheit betreffende Geschäfte es ihm unmög-lich gemacht hätten, im Jahre 1227 die Kreuzfahrt zuvollziehen'°); diese Erklärung aber hatte nicht die ge-wünschte Wirkung.
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net ,1. >228. x. >7), dag Friedrich bcyTyruS ans Land gegangen sey, Istoffenbar ein Jrtthum dieser Thronte,
welche übrigens ihre Erzählung vollden, Aufenthalts deS Kaisers Fried-rich im gelobte» Lande aus Mat-thäus Paris geschöpft hat.
io) Manlureus Vsiis 1. L.