Friedrich II. in Cypern.
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Was aber, die Einkünfte des Königreichs Cypern betrifft, ^so versichere ich, davon niemals etwas erhalten zu haben."Diese Worte sollen den Kaiser in solchen Zorn gesetzthaben, daß er mehrere Male sich entfärbte und heftigeDrohungen ausstieß, welche Johann von Jbelin mit derruhigen Erklärung beantwortete: „Was jetzt geschieht,haben meine Freunde schon zu Nicosia mir vorausgcsagt,und ich bin bereit, für die Liebe Christi und meine eigneEhre alles zu dulden." Endlich wurde ein Vertrag ver-mittelt, vermöge dessen Johann von Jbelin sich verpflichtete,seine beyden Söhne und zwanzig seiner Barone als Gei-seln zu stellen, welche so lange in der Gewalt des Kaisersbleiben sollten, bis über die Vormundschaft für den jun-gen König Heinrich der Lehenshof von Cypern, und überden Besitz der Stadt Berytus der Lehenshof von Jerusa-lem entschieden haben würden. Schon am folgenden Tageaber soll es kund geworden seyn, daß der Kaiser mit die-sem Vertrage unzufrieden wäre und die Absicht hätte,der Person des Reichsverwesers sich zu bemächtigen, wor-auf Johann von Jbelin nach der Stadt Nicosia sich be-gab und seine Leute bewaffnete. Friedrich verfolgte mitseiner kleinen Schaar den Reichsverweser und lagerte sichvor den Thoren jener Stadt, wo bald hernach ein zwey-ter Vertrag vermittelt wurde, vermöge dessen dem Kaiseralle Einkünfte des Königreichs Cypern so lange überwie-sen wurden, bis der König Heinrich sein fünf und zwan-zigstes Lebensjahr vollendet haben würde, und wegen derStadt Berytus Johann von Jbelin sich verpflichtete, demKaiser den Lchnseid zu leisten, ohne daß dem letzten, da-durch das Recht benommen werden sollte, seine fernernAnsprüche in Hinsicht des Besitzes von Berytus vor demLehnshvfe des Königreichs Jerusalem auszuführcn.
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