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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Die Kreuzfahrer in Syrien.

Neuerung des Kampfes gegen die Ungläubigen sehr günstigwäre wegen des Kriegs, in welchen der Sultan von Da-mascus damals mit den Fürsten von Hamah, Emessaund Haleb verwickelt war, und daß der Sultan denWaffenstillstand schwerlich länger halten würde, wenn diefremden Pilger heimgekchrt scyn würden. Nach vielenBerathungen wurde endlich beschlossen, die Pilger durchdie Wiederherstellung der Mauern zuerst von Cäsarca,dann von Joppe zu beschäftigen; und man hoffte, dieseArbeit im Augustmonate des nächsten Jahrs zu vollenden.Zugleich wurde der vorläufige Beschluß gefaßt, in demdarauf folgenden Winter, wenn durch die Ankunft neuerPilger die Macht der Christen verstärkt scyn würde, dieBelagerung von Jerusalem zu unternehmen. Nach derVersicherung der morgenländischcn Prälaten und der Pil-ger, welche diese Nachrichten mittheilten, hatten sämmt-liche anwesende Kreuzfahrer, als kurz vor dem Feste Si-Oktobermon und Juda außerhalb der Mauern von Ptolcmaisder Beschluß, daß die Pilger sich bereit halten sollten, amTage nach dem Feste aller Heiligen nach Cäsarca zu ziehen,verkündigt wurde, Frcndenthränen vergossen; und Gre-gor beeilte sich daher, sämmtliche Christen zur Hülfe deszwar kleinen, aber wohlgesinnten und muthvollcn Häufleinsder damals im heiligen Lande Christo dienenden Kreuz-fahrer zu ermuntern.

Der von dem Kaiser nach Ravenna ausgeschriebeneReichstag kam zwar nicht zu Stande, weil die Lombarden,welche, sobald der Kaiser mit dem Papste zerfallen war,zu ihrer feindseligen Gesinnung gegen das Haus der Ho-henstaufen zurückkehrtcn und den deutschen Fürsten, welcheder Ladung des Kaisers zu folgen geneigt waren, die