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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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438 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIII.

der Schiffe, deren Erbauung er angeordnet hätte,wäre verzögert worden, obgleich der größere Theil zurechter Zeit segelfertig gewesen wäre. Nach dieser Aus-einandersetzung bemerkte Friedrich, daß er zu der für dieMeerfahrt bestimmten Zeit fünfzig Kriegsschiffe und einebeträchtliche Zahl von Frachtschiffen und andern Fahrzeu-gen nach Vrundusium gesandt hätte, dem Hafen, welchernicht erst von ihm den Pilgern als Sammelplatz ange-wiesen worden, sondern es seit alten Zeiten gewesen wäre.So wie alle übrigen päpstlichen Anschuldigungen, so er-klärte er auch die Klage, als ob er die in dem VertrageVon San Germano zugefagten Geldzahlungen nicht gelei-stet hätte, für ungcgründet; indem er die Behauptungaufstcllte, daß er in den ersten drcy Terminen scchszigTausend Unzen dem Großmeister des deutschen Ordens ge-zahlt, nach dem Eintritte des vierten Termins demselbenauf seine Bitte zu Brundusium wiederum zwanzig Tau-send Unzen eingehändigt, und die noch rückständigenzwanzig Tausend Unzen mit seiner kaiserlichen Kammernach Syrien vvrausgeschickt hätte, wie alles dieses demPapste hätte erörtert werden sollen durch die kaiserlichenGesandtschaften, welchen Gregor kein Gehör vcrwilligthätte. Auch in Hinsicht der Mannschaft, mit welcher erdurch den Vertrag von San Germano verpflichtet war,dem heiligen Lande beyzustehen, versicherte er seiner Ver-bindlichkeit genügt zu haben: da außer den von dem Groß-meister des deutschen Ordens geworbenen siebenhundertRittern aus den Ländern jcnseit der Alpen, zwcyhundertund fünfzig andere Ritter aus dem sicilischen Reiche,welche während Eines Jahrs vom römischen Stuhle unter-halten worden, nunmehr auf kaiserliche Kosten in Syriendienten. Ueber die Veranlassung, welche ihn bewogen,

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