Des K. Friedrich Rechtfertigung. 435
und Rainulf von Averfa, und als Beschützer aller Kreuz-fahrer die Befrcyung des Grafen Roger von Aquila,welchen der Kaiser zur Annahme des Kreuzes gezwungenund hernach der Freyheit beraubt hatte ^).
Wir kennen die Antwort nicht, mit welcher Friedrichdas an ihn gerichtete Schreiben des Papstes crwiederte;der Verfolg des päpstlichen Verfahrens beweist aber, daßGregor durch die Antwort des Kaisers nicht befriedigtwurde, sondern vielmehr darin eine Veranlassung fand,seinen Bannspruch im November 1227, wie oben berichtetworden ist, feyerlich zu wiederholen; worauf päpstlicheSchreiben ähnlichen Inhalts, wie das an die italienischenPrälaten erlassene, auch in die übrigen Länder der Chri-stenheit gesandt wurden ^).
Als der Kaiser hörte, daß durch die Rechtfertigungseines Verfahrens, welche er seinen Botschaftern über-tragen hatte, der Papst nur zu noch heftigerm Unwillenund härtern Maßregeln war gereizt worden: so erließ er
41) lieber die Eefangcnnehmungdeü Grafen von Aquila und seinesSohns im Jahre 122z vgl. Rivimick.üc s. Oerm. x. 996. Das angeführteSchreiben des Papstes an den KaiserFriedrich sieht ebenfalls bei) Nainal-dus ack a. 1227. h. 4i —44. Auf einestarke Welse drückt Gregor in diesemBriefe seinen Schmerz aus über dieVerschiebung der Kreuzfahrt des Kai-sers : Lx 60 quoll vdiisrl causam,quam vlcledaiis ma§uauimircr sus-
lrorror corpus er auimam uosrramuuäique circumävtleruut lta quock
42) OaS von Matthäus Paris (aä». 122g. x. Z4; — 547) mitgcthcilteSchreiben des Papstes an den Erz-bischof Stephanus von Cantcrburyist bis auf einige Abweichungen undZusätze/ jedoch nicht von großem Be-lange, gleichlautend mit dem vorhinerwähnten Schreiben an die italieni-schen Prälaten. Wenn aber die Zeit-angabe bey Matthäus Paris richtigist: Dam Oateraui I-ourlstcarus uo-Llrl a»uc> secunclo, sv kann die Be-kanntmachung an den Erzbischof vonCantcrbury nicht lange vor Ostern> 32 g erlassen worden scyn.
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