434 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIII.
als wir noch in einem geringer» Amte standen,aufrichtig liebten^)."
Bald nach der Rückkehr von Anagni nach Rom schriebGregor auch einen Brief an den Kaiser, in welchem erihm in heftigen Ausdrücken vorwarf, daß er auf einefrevelhafte Weise die auf ihn gesetzte Hoffnung der Kreuz-fahrer getauscht und ein zahlreiches Heer muthiger Käm-pfer Christi dem Verderben prcisgegeben hätte. Zugleichmeldete Gregor dem Kaiser, daß er die Verkündigungdes durch den Vertrag von San German» bedingtenBannes nicht hätte verschieben dürfen- Hierauf richtet eran ihn folgende väterliche Ermahnung: „Wir bittendeine kaiserliche Huld, erinnern und ermahnen sie, beydem Blute Jesu Christi flehend, daß du, was Gott ver-hüten wolle, nicht seyn mögest einer von denen, überwelche der Herr klagt, indem er durch den Propheten *°)also redet: ich schlug sie, aber sie fühlten es nicht, ichplagte sie, aber sie besserten sich nicht. Vielmehr achtedie Weisung, welche mit Barmherzigkeit dir erthcilt wor-den, für ein nützliches Heilmittel, bestrebe dich, die Bande,welche dich umstricken, zu lösen, und kehre zu der Kirche,deiner Mutter, welche sehnsuchtvoll deiner harret, zurück,indem du Gott Genüge leistest und den Menschen Gerech-tigkeit gewährst." Insbesondere forderte Gregor vermögedes Eigenthumsrcchts, welches dem römischen Stuhle inBeziehung auf das Königreich Sicilicn zustände, vollkom-mene Gerechtigkeit für die Grafen Thomas von Celano
Zy) Dieses Schreiben findet sich beyNainaldus aä. a. 1227. h. 30 — 59.Der Bann wider den Kaiser wurdeausgesprochen aus drey Gründen:r. yriiL nee translretiivit Lu lernri-no, s. neo illire in. tsx-uis xassa-
giis xraescriptam ueenniam äesri-navlt, z. nee äiixit nulle nnlilesUer lnenninni tenenäos iinclem aäkunm uro 8nd8iäio 1'errae rancrae.
40) Ierem. V. Z.