7>. Cvr.>^ 7 -
428 Geschichte der Kreuzzüge. Duch VIl. Kap. X1H.
Tags nach Martini in einer scycelichen Versammlung denkirchlichen Bann wider den Kaiser ").
Die Nachrichten, welche uns von den gleichzeitigenSchriftstellern über das erzählte allerdings sehr auffallendeVerfahren des Kaisers überliefert worden sind, sind zuunbestimmt, um ein sicheres und richtiges Urtheil zu be-gründen. ES mag alS wahrscheinlich gelten, daß Fried-rich unter den im Sommer 1227 obwaltenden Umstandenund Verhältnissen keinen günstigen Erfolg der Kreuzfahrtsich versprach- Denn die mit den muselmännischen Sul-tanen von ihm angeknüpftcn Unterhandlungen hatten ihrZiel noch nicht erreicht"), und vielleicht war auch daSHeer der Kreuzfahrer, welches in Apulien sich versammelthatte, nicht nach des Kaisers Sinne, und deS armen undim Kriege ungeübten Volks ") in demselben eine so sehrüberwiegende Mehrheit, daß mit einem solchen Heerenichts Ersprießliches bewirkt werden konnte. Daß Fried-rich schon vor seiner Abreise von Drundusium von einernicht unerheblichen Krankheit befallen wurde und nachseiner damaligen Genesung einen bedenklichen Rückfall zuOtranto erlitt, unterliegt nach der fcycrlichen Versiche-rung des Kaisers, welche wir unten anführen werden,
ZZ) uivliarä. ä. 8. Ocrin. I. a.
34) Noch Rlcordano Malespini (Sw-IU1 issioreittina in Aluratori 8arixr.rcr. Italic:. IV VIII. aa^,. i,A. n- 959)kamen schon die Zeitgenossen Leo Kai-sers Friedrich auf die Vermuthung,das der Kaiser in Folge seiner Unter-handlungen mit dem Sultan von Ae-gypten die Kreuzfahrt im Jahre 1227aufgcschoben habe, Indem der Sultan,um die Kreuzfahrt, welche er sehrfürchtete, zu hindern, dem Kaiserhaftbare Geschenk« gesandt und ver-
sprochen hatte, Ihm das Reich Jeru-salem ohne Schwertschlag zu über-liefern.
33) Uebcr das Pilgerhecr, welchesin Apulien sich versammelte, wirdnichts Näheres berichtet. Dag dieenglischen Pilger grogenthcils Armewaren, scheint auS einer Acugerungdes Matthäus Paris lx. 338) hcrvor-zugehen, welcher jedoch hinzuseht:1>rnx«rcs, iu gniüUs volunkas cli-v 1 n-i guierccro eolct et negotiumcrucir nisgis xr > gerari.