Der Kaiser Friedrich im Banne. 429
kaum einem Zweifel; und wäre seine Krankheit nicht so'chA^'beschaffen gewesen, daß sie ihm die Ausführung der Kreuz-fahrt unmöglich Machte, und wäre sie von ihm nur alsein willkommener Vorwand benutzt worden, seine Kreuz-fahrt zu verschieben: so hatte er die schlimmen Folgenleicht vorausschen können, welche ein so leichtsinniges Ver-fahren in dieser Angelegenheit, in welcher er schon so oftdie Erwartungen des römischen Stuhls getäuscht harte,für ihn nythwendig haben mußte. Eine andere Frageist frcylich, ob Friedrich nicht im Stande war, nach seinerWiedcrgenesung noch im Herbste 1227 die Mecrfahrt an-zutrcten, und ob cs nicht, als sein körperlicher Zustandnicht mehr die Fahrt nach Syrien hinderte, als eineheilige Pflicht ihm oblag, das kaiserliche Wort, welcheser den vvrangegangenen Pilgern gegeben hatte, ohne Be-rücksichtigung persönlicher Gefahr zu erfüllen. Dagegenist es gewiß, daß die Anschuldigungen, als ob der Kaiserden Landgrafen von Thüringen vergiftet und in böslicherAbsicht die Kreuzfahrer in die heiße und ungesunde Gegendvon Brundusium bcschicden habe, um sie durch Seuchen,als Folgen der unerträglichen Hitze, zu Grunde zu rich-ten ^), nichts anders sind, als ungereimte Verläumdun-gen erbitterter Feinde. Es kann unsere Pflicht nicht scyn,über de» damaligen Streit der beyden höchsten Gewalten
Z6) Am heftigsten sind diese An-schuldigurigen von dem ungenanntenLebenöbeschreiber des Papstes Gregorausgesprochen worden. Imperator,
Klone oonremxtis, (ZIiristiLNUm exer-citnm, cznem per lonKL remxoris8x3.NL remissionidns et snmptidnrvariis LeolesiL liomanL eonvooL-ver»r, La civitato Lrrinänsii, re-
Lstone xostilera, enjus areLoridn«IxsL Lore soiiä.r metLÜL lic^iesennc,simnIstL xroxrii corporis LoKritn-lLrne, LUo cledinnit tempore, nt ma-jor exeroitn» pars Loris er acinae in-temperie periret. Inter c^nos äi-Knae memoriao I^antKravins procn-rstL morde opiniono podilca orcäi-tnr interiisee« ILLin-rlci. sä a. 1227.SS.