410 Geschichte dcr Kreuzzügc. Buch VII. Kap. XII.
besonders mancherley Verwirrungen durch die noch immernicht vollständig geregelten Verhältnisse des FürstenthumsAntiochien hcrvorgcbracht, indem dem Grafen Vormundder Besitz dieses Fürstenthnms noch immer streitig ge-macht wurde; und der Cardinal Prlagius hatte sich da-durch veranlaßt gesehen, dem Ritterorden des Hospitalsdie Behütung der Stadt und Burg Antiochien zu über-tragen Boemund aber unterwarf sich dieser Verfü-gung nicht und vertrieb nicht nur die Hospitaliter mitGewalt aus Antiochien, sondern bemächtigte sich auch cimsdcni Hospital von Jerusalem gehörigen Hauses bey Tri-polis und übte gegen die Brüder jenes Ordens, welcheKey der Eroberung dieses Hauses in seine Gewalt fielen,ruchlose Grausamkeiten'" . Durch diesen Frevel wurdeder Cardinal Prlagius bewogen, wider den Grafen Vor-mund den kirchlichen Bann auszusprechcn. Späterhin zogder Graf auch dadurch den Unwillen des Papstes auf sich,daß er eine Vermählung seines Sohnes mit der verwit-weten Königin von Cypern stiftete, obgleich diese Ehewegen naher Blutsverwandtschaft unzulässig war'"').Boemund ließ zwar durch Botschafter, welche er nachRom sandte, bey dem apostolischen Stuhle wegen seinesVerfahrens gegen die Hospitaliter sich rechtfertigen; undHonorius beauftragte drey Cardinale, die Rechtfer-
Nachricht giebt, legten die Pisaner,als sie im Gefechte überwunden wur-den, Feuer an, worauf der beste Tbeil(l>ar? xcuissimr) jener Stadt und eindortiger hoher und schöner Thurm,welcher der Gemeinde von Genua ge-körte, durch die Flammen zerstörtwurden.
nz> Schreiben des Papstes an dieErzbischöfe von Nicosia und Eäsarca
und den Llbt des Oelberges vom30. Januar 122s, erlassen zu Rieti,bev Rainalduö aci in a. h. 67.
n4) I'.adüe oouonatus ciiakolicariuum ex bralrikus Ilosxit.rlis Hie-rosolz-milaui cxcoriarl et aliuin, ,ieciiainir, oocisti fcoit. Lpiktola Ho-noris oikata azuui Uainatli. 1 . c.
HZ) Uaiuaist. aä a. I22ü. §. Zg.nü) Die Cardinäle Hugolin von