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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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408 Geschichte der Krcuzzägc. Buch VII. Kap. XII.

als vielmehr dem Argwöhne des Kaisers neue Nahrungzu geben; und als im Jahre 1223 die Kaiserin Jolanthe,nachdem sic ihren Sohn Conrad geboren hatte, im Wo,chcnbekte starb ""), ^ wurden auch die Bande der Der,wandtschaft, welche bis dahin den Kaiser Friedrich undden König Johann mit einander verbunden hatten, ge,löst, und Johann betrachtete seit dieser Zeit noch mehr alszuvor den Kaiser als seinen Feind.

Gewiß ist cs, daß Honorius in den Händeln desKaisers mit dem Könige von Jerusalem deswegen so nach-sichtig verfuhr, weil er hoffte, daß Friedrich durch denNamen und die Würde eines Königs von Jerusalemwürde angcspornt werden, sein Gelübde zum Vvrthciledes heiligen Landes mit desto größerer Anstrengung zuerfüllen; denn die Wiedcrerobcrung des Königreichs Je-rusalem war der Gedanke, welcher unausgesetzt das ganzeGcmüth des Papstes erfüllte. Noch in den letzten Mo-naten seines Lebens erlebte er die Freude, daß in ver-schiedenen Gegenden ein reger Eifer für die Sache desheiligen Kreuzes sichtbar wurde. Viele tapfere Männerdes cölnischen Erzbisthums rüsteten sich aufs neue zurKreuzfahrt, eben so auch viele Bürger der Stadt Lübeck,und Honorius munterte diese deutschen Pilger zur Vollbrin-gung ihres Gelübdes dadurch auf, daß er den Geistli-chen, welche ihnen sich anschlicßcn würden, die Begünsti-gung crihcilte, die Einkünfte ihrer Pfründen während

rcy) Hugo Plagen S. üyü. Sy7.Bcrnardus Lhesaurar. a. a. O. Je-lanihe starb nach Richard». St. Ger-mano i»> April mag zu Andria undwurde auch dort begrabe». Vgl. Fr.». Raumer, Gcschlciue der Hohenst.Th. IV. S- SZs. Richard v Et. Ecr-

mauo, nachdem er mehrere im Aprilmag gcftbehene Begebenheiten berich-tet hat, iagt (p. 1005): Im,,oratr1xapnst /oiiiam liliiin> i-oxerir, no-mine lionrastnm, c,ni (leg. c,nac )non mnlto pon, xiour Domino xla-onit, idistcm in lata oonceesit.