406 Geschichte der Keeuzzüge. Buch VII. Kap. XII.
"rE Anfangs blieb Odo von Montbeliard, welchem der KönigJohann bey ferner Abreise nach dem Abendlande die Ver-waltung des Reichs übertragen hatte, Statthalter für denKaiser; im folgenden Jahre aber sandte Friedrich denGrafen Thomas von Acerra als kaiserlichen Stellvertreter»ach dem gelobten Lande Auch der Erzbischof vonTyrus und die übrigen syrischen Herren, welche im Ge-folge des Königs Johann waren, leisteten dem Kaiser alsKönige von Jerusalem die Huldigung
Die Mißverhältnisse zwischen dem Kaiser Friedrichund seinem Schwiegervater scheinen aber nicht bloß indem Streite über die Krone von Jerusalem ihren Grundgehabt zu haben; und der Kaiser soll wegen der An-sprüche, welche in früherer Zeic Walther von Bricnne,der ältere Bruder des Königs Johann, an einige sicilischeLander gemacht hakte dem Argwohne Raum gegebenhaben, als ob der König von Jerusalem die Absicht hätte,seinem Neffen Walther, dem Sohne seines ältern Bru-ders gleiches Namens, die Krone von Sicilien zu ver-schaffen'^). Daß der König Johann mit einem solchenVorhaben umging, zu dessen Ausführung ihm alle Mittelfehlten, ist aber eben so unwahrscheinlich, als daß derKaiser Friedrich, wie ebenfalls erzählt wird'°^), wegen
Jahre 1:27. Nach der Chronik desJordanns bey Rainaldus smi a. ,2-6.
35.) wurde das Schloss Montfortim Jahre 122Ü von den Deutschen ersterobert. Eine wiederholte Erwäh-nung des Schlosses Montfort (gnofierat ^lanranoruiu) findet fich beyMarinuS Sanutus a. a- O. S. 224.
izz) Moirarä. lie St. 6erm. p. roo^.Marin. San. i. (!. Der Gras Thomas
wird von Richard von St. Ecrmanoahroina» tie ^.gnino ^ocrrarnm Oo-incs genannt', er war im Anfängedes Jahrs 1223 schon in Syrien.
roz) Marin, San. I. c.
roy) Eesch. der Krcuzz. Buch VI.Äav. IV. S. 12g. 124.
roz) Marin. San. I, v.
ro6) Marin. Sa». I. a. Vgl. Uai-nalfii ann. eooies. aä a. 1236. H. ! I.