Streit des Kais. Friedrich mit d. K. Johann v. Jerus. 403
als sie mit ihrem Sohne Conrad schwanger ging, wegen 2-des Schimpfes, welchen er von ihrem Vater erfahrenhatte, mit Schlägen mißhandelt und in ein festes Schloßals Gefangene eingesperrt haben. Wie es auch mit die-sem ehelichen Streite, von welchem in den Briefen wederdes Papstes Honorius noch seines Nachfolgers Gregorirgend eine Spur sich findet, sich verhalten mag: so istso viel sicher, daß der König Johann über das Verfahrendes Kaisers Key dem römischen Stuhle Klage erhob,Friedrich aber auch zu Beschwerden über seinen Schwie-gervater Veranlassung zu haben glaubte. ,,Wäre cs zuunserer Kenntniß gekommen," schrieb Honorius dem Kai-ser in dem vorhin erwähnten ausführlichen Briefes,"„in wiefern dein Schwiegervater seine gegen dich über-nommenen Verbindlichkeiten nicht erfüllt hat, so würdenwir nicht unterlassen haben, ihn zur Beobachtung seinerVerpflichtungen zu ermahnen; denn wir wünschen, daß erdir angenehm sey, und du ihm gewogen seyn mögest.Solches aber befremdet viele, daß der König von Jeru-salem, da sonst die Verschwägerung mit den Mächtigender Erde zu hohen Ehren zu bringen pflegt, seit der Ver-bindung seiner Tochter mit dir nicht ohne großes Acrger-niß, nicht ohne Schaden des heiligen Landes, nicht ohneNachtheil für deine Ehre nicht erhöht, sondern erniedrigtworden ist. Auf solche Weise wird nicht der Nutzen desheiligen Landes befördert, und dadurch werden nicht dieKrieger für den Dienst desselben gewonnen." Noch stär-ker äußerte Honorius in einem spätem Schreiben an denKaiser") seine Mißbilligung der Beeinträchtigung, welche
g7) Nuliialst. aä rSrS. §. ,1. lind ist von Nainaldus (->L a. 1227.
58) Dieses Schreiben wurde im La- tz. 2. z.) milzeiheilc worden,teran am 2ü. Januar 1227 erlassen
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