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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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402 Geschichte der Kreuz zügc. Buch VII. Kap. XII.

^i'E'slNd über die Veranlassung und die Ursachen dieses Miß-verhältnisses keine zuverlässigen Nachrichten vorhanden.Es wird von Hugo Plagon, einem nicht gleichzeitigen Ge-schichtschreiber und Fortsetzer der Geschichte des ErzbischofsWilhelm von Tyrus, welcher gern grelle Züge in seineErzählung mischt, und von einigen anderen noch spätemGeschichtschreibern erzählt, daß in der ersten Zeit nach derRückkehr des Kaisers Friedrich aus der Lombardey zwi-schen dem Kaiser und seinem Schwiegervater das besteVernehmen obgewalter, eines Tages aber der König Jo-hann seine Tochter, die Kaiserin, in tiefer Betrübniß undheftig weinend gefunden habe- Die Kaiserin soll als Ur-sache ihrer Traurigkeit ihrem Vater offenbart haben, daßder Kaiser sie vernachlässige und mit einer ihrer Ver-wandtinnen, welche mit ihr aus dem Lande jcnscit desMeers gekommen war, ehebrecherischen Umgang unter-halte^), worauf der König in gerechtem Unwillen zu demKaiser sich begab und ihm heftige Vorwürfe machte, sogarihm erklärte, daß alle diejenigen, welche ihn als Kaiseranerkennten, mit Ausnahme des Königs von Frankreich,Schurken wären, und daß er ihn tödten würde, wennLodschlag nicht Sünde wäre. Hierauf soll der Kaiser sei-nem Schwiegervater geboten haben, sein Land zu verlas-sen, worauf der König Johann erwiederte, daß er gerndas Land eines so schlechten Mannes miede; und derKaiser soll späterhin sogar seine Gemahlin, zu der Zeit,

y6) Hugo Plagon beginnt (S. 6yZ.6yü) seine Erzählung also: Madie

yni vir ie amor enire 1'eiu-

xercor er 1e roi lelian, si Irr imilrrioleirr er surra rr cor^s l'em^erevr

et li /Ist rrnrer nrre rrieee 1e roi sse-Irarr yrrr esroit verirre avee krr lille;il 1a äe^rreela et sa fame en Irait.Vgl. Dernarä. 2'lres. 1. e. und Fr.r. Naumer Eesch. der HohenstaufenTh. 3. S. 397.