398 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap- XII.
Bischöfe von Hildesheim über die lombardischen Stadt«ausgesprochenen Bann vernichten ").
2» derselben Zeit erhoben sich Mißhelligkeiten noch^rsnmanderer Art zwischen dem Papste und dem Kaiser. SoPapste wie Honorius cs als eine Beeinträchtigung der Rechtedes apostolischen Stuhls betrachtete, daß der Kaiser, alöer auf seinem Hccrcszuge gegen die lombardischen Städtenach Spoleto kam, von den Vasallen dieses der römischenKirche gehörigen HerzogthumS die HeereSfolge verlangte:eben so klagte Friedrich den Papst einer gesetzwidrigenWillkühr an, weil HonoriuS über fünf erledigte BiSthü-wer dcS Königreichs Sicilien, deren Besetzung der Kaiserversäumte, durch päpstliche Ernennung, ohne den Kaiserzu befragen, verfügte ^). Diese gegenseitigen Beschwer-den veranlaßten zwischen dem Papste und dem Kaiser einenBriefwechsel, in welchem Friedrich nicht auf die damali-gen Mißhclligkeiten seine Klagen beschränkte, sondernaußer vielen andern Vorwürfen selbst wider die vormund-schaftliche Verwaltung seines Königreichs, welche währendseiner Minderjährigkeit der apostolische Stuhl, als Jn-nocenz der Dritte noch der Kirche Vorstand, geführt hatte,bittere Anschuldigungen vorbrachtc. AlS aber HonoriuSauf solche Klagen und Anschuldigungen ausführlich undmit eben so vieler Würde alS Milde geantwortet hatte ^):
86) Ooäckr. IVIoii. I. e.
87) Iticirarä.. sie 8t. 6ermai>.1>- SS«- SSS-
83) Das Schreiben des Kaisers anden Papst hat sich nicht erhalten:man erkennt aber aus der Antwortdeö Letzter», welche von NainalduS(asi a. l 226 . 4 . z —iz.) mit einigenAuslassungen und vollständig in istro-mac Vaxrraui Drararor. Lxiitolarum
( 8. I?. Ilairiiii Oollcct!» moriumen-rorum veterrrm er reoeutium l'. I.)x. sg4 — ML mitgetheilt worden ist,den Inhalt deS kaiserlichen Briefes.Dgl. Fr. v. Raiuner, Gcsch. der Ho-henstaufen Th. Z- S. 8yy —goq. DerKaiser scheint dem Papste unter an-dern Dingen mir grotzem Unrechtevorgeworfen zu haben, da» er mitunbilliger Strenge übertriebene Lei-