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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Bereitwilligkeit des Kaisers Friedrich. 379

sim Schreiben aufs neue, daß er fest entschlossen wäre,dem heiligen Lande, dem er durch seine Verlobung mitder Tochter des Königs von Jerusalem noch näher ange-hörte als zuvor, seine Länder und Besitzungen und sichselbst zum Opfer zu bringen; er meldete dem Papste ebenso als den deutschen Fürsten, wie weit seine Rüstungengediehen wären, und versprach, für die Uebcrfahrt undden Schutz oer Pilger, wenn cs nökhig wäre, hundertKriegsschiffe und eine hinlängliche Zahl von kleinern Fahr-zeugen in Sen sicilischen Häsen bereit zu halten. Ermeldete ferner, daß der Großmeister des deutschen Or-dens, so wie er dem Papste das kaiserliche Schreibeneinhändigte, auch der Uebcrbringcr von Briefen wäre, inwelchen dem Herzoge von Ocstreich, dem Landgrafenvon Thüringen und andern deutschen Fürsten, so wieauch dem Könige von Ungarn und dessen Magnaten, fallssie den Krcuzzug unternehmen würden, freye Mcerfahrtund jeder mögliche Beystand an Lebensmitteln, Geld oderandern Bedürfnissen in den kaiserlichen Landern angebo-ren würden. Der Kaiser versicherte in diesem Schreiben,daß er den König Johann von Jerusalem durch einenoffenen Brief bevollmächtigt hätte, in Deutschland undItalien waffenfähige Männer für den Dienst des heiligenLandes zu werben, und denselben im Namen des Kaisersfreye Mcerfahrt und Unterstützung an Geld, Lebensmittelnund andern Bedürfnissen zu verheißen, wodurch der Kö-nig Johann, welcher schon entschlossen gewesen, im bevor-stehenden Sommer nach dem Morgenlande zurückzukchren,bewogen worden sey, seinen Aufenthalt im Abendlandezu verlängern. Auch suchte Friedrich seinen Eifer für dasheilige Land durch verschiedene gute Rathschläge zu er-weisen; er ricth dem Papst, einen ewigen Friede» zwischen