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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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378 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XU.

Bischof Conrad von Porto, Cardinal der heiligen Rufina,aus dem Geschlechte der deutschen Grafen von Urach, alsapostolischer Legat zur Beförderung der Sache des Krcu-7 . J«i. zes nach Deutschland und hielt am Freytage nach Pfing-sten seinen fcycrlichcn Einzug in Cöln^). Es wird abernicht gemeldet, daß die Bemühungen, weder des Cardi-»als Conrad, noch des Großmeisters Hermann, in Deutsch-land von erheblichem Erfolge waren; und auch dem Kö-nige Johann, welcher um einige Monate später, wie vorhingemeldet worden ist, in das deutsche Reich kam, gelangcs nicht, unter den Deutschen Begeisterung für die Dc-frcyung des heiligen Grabes zu erwecken.

Der Kaiser Friedrich unterließ es nicht, bey demPapste Honorius deshalb, daß er die beschlossene Reisenach Deutschland nicht ausgeführt hatte, sich zu entschul-digen.Schon waren wir," schrieb der Kaiser,imBegriffe, unsere glückliche Reise nach Deutschland zu rich-ten, als unser Marschall von Catana, welcher den Krieggegen vie sicilischcn Saraccncn leitete, zu uns kam inBegleitung elbischer Scheiche, welche im Namen der aufden Gebirgen wohn-ubcn Saraccncn die Geneigtheit ihrerGlaubensgenossen, unserm Willen sich zu unterwerfen,uns meldeten; worauf die Barone unsers Hofes, mitwelchen wir uns bcricthcn, es für nothwendig achteten,daß wir in Sicilicn blieben, damit der gute Wille derSaracenen sofort benutzt und ihnen nicht Zeit vergönntwürde, die Früchte ihrer Felder und Gärten zu sammeln,wodurch späterhin die Unterjochung derselben erheblicherschwert werden könnte." Der Kaiser versicherte in die-

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