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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Bemühungen des Papstes Honorius.

haben wirst." Er kündigte alsdann dem Kaiser die bc>vorstehende Ankunft des Bischofs Nikolaus von Tusku-lum, als apostolischen Legaten, an dem kaiserlichen Hofean, ermahnte den Kaiser, den Bischof mit gebührenderEhre zu empfangen und dessen Vorträgen ein geneigtesOhr zu gönnen, und fügte die Drohung hinzu, daß derPapst, wenn der Kaiser gegen die Sache Gottes fernerhinso gleichgültig als bisher sich erwiese, seiner nicht längerschonen könnte, sondern vielmehr über ihn als einenleichtsinnigen Verächter seines Gelübdes den kirchlichenBann aussprechen würde ^).

Dem Bischof von Tuskulum ertheilte Honorins denAuftrag, den Kaiser Friedrich zu einer Unterredung mitdem Papste einzulaben, falls der Kaiser den ernstlichenWillen hätte, die verheißene Kreuzfahrt zu vollbringen.Auch sollte der Legat den Kaiser auffordern, durch Briefeden seinem Reiche unterworfenen Völkern die Zeit seinerKreuzfahrt nach dem heiligen Lande kund zu machen undsic zur Theilnahme zu ermahnen. Indem Honorius vondieser Sendung des Bischofs von Tuskulum allen Erz-bischöfen und Bischöfen in Deutschland, Frankreich, Eng-land, Schottland, Irland, Ungarn und Italien Nachrichtgab, ermahnte er sie, auch von ihrer Seite, so viel inihren Kräften stände, die Sache Gottes eifrigst zu beför-dern 3). Ueberhaupt blieb für Honorius ohne Unterbre-chung die Wiederherstellung der christlichen Herrschaft inSyrien der Hauptgegcnstand angestrengter Bemühungen,obwohl viele andere wichtige Angelegenheiten seine Tä-tigkeit in Anspruch nahmen, und die Bekämpfcr der Albi-

tz. Ig 2 ,. Vql. Fr. von Naumcr, h. 22 .oicsch. der Hohem,. Th. Z. S- 877. 878.