358 Gcsch. b. Kreuzz. D.VII. K.XI. Räumung v.Damiettc.
^E'die Milde des Sultans. Da nach der Rückkehr der ge-fangenen Christen aus der Sklavcrey die Zahl des Heersder Pilger wieder so sehr angewachsen war, daß die vor-handenen Schiffe nicht zur Ueberfahrt des ganzen Heersnach Ptolcmais zureichten: so gewährte Kamel gern denarmen Kreuzfahrern, welche zu Lande durch die Wüstenach Syrien zurückkehrten, sicheres Geleit; auch bewilligteer den Pilgern, welche nicht im Stande waren, sofort ihrGepäck zu Wasser oder zu Lande nach Syrien zu senden,zu dessen ungehinderter Fvrtschaffung die Frist eines gan-zen Jahres ov). Oliverius, Scholasticus der Kirche zuCöln, welcher von den glänzenden Thaten der Kreuzfahrerauf diesem ägyptischen Heerzuge, und ihrem schrecklichenMißgeschicke als Augenzeuge so ausführlich als mit redli-cher Liebe der Wahrheit berichtet hat, versuchte, bevor er-Aegypten verließ, den Sultan Kamel, dessen Tugend undEroßmuth er bewunderte, und die muselmännischen Schrift-gelehrten in Aegypten, durch die Gründe, welche die Po-lemik der damaligen christlichen Schulen darbot, von derNichtigkeit und Verwerflichkeit der Lehre Mohammeds zuüberzeugen und zur Annahme des christlichen Glaubens zubewegen; aber die mit dem Schmucke der Redekunst die-ser Zeit mühsam verzierten Briefe, welche Oliverius anden Sultan und dessen Schriftgclehrte richtete bliebeneben so sehr ohne Wirkung, als früher die Bekchrungs-prcdrgt des heiligen Franciscus von Assisi.
92 ) LI»r<>». Vuroil. p. Z 02 . Die lco) Diese Briefe finden fich lnPilger, welche zu Wasser zurnekkcbr- oiivvrii iuslocia I-amia-ina (bel-len, bestiegen nach dieser Chronik Errard) !4Z9 —l44L-schon am io. Sevt. reei ihre Schiffe.