Fnedensvettl'ag den Kreuzfahrer und Saracencn. 347
der folgenden acht Jahre Friede und Waffenstillstand seyn, 3und nur einem abendländischen gekrönten Könige, welchernach dem heiligen Lande kommen möchte, das Recht zu-stehen, innerhalb der festgesetzten Zeit jenen Frieden auf-zukündlgen; von den Christen soll Damictte nebst allenandern von ihnen eroberten Ortschaften in Aegypten ge-räumt, und ihnen dagegen von den Muselmännern dasin der Schlacht bey Liberias eroberte heilige Kreuz zu-rückgegeben, auch der ungehinderte Rückzug dem Heereder Kreuzfahrer gewährt werden; die Gefangenen sollenvon bcydcn Seiten ohne Lösegeld zurückgegebcn, und vonbeyden Seiten Geiseln gestellt werden, welche nach derRäumung von Damiette die Freyheit wieder erhalten."Diese Bedingungen wurden von beiden Seiten beschwo-ren ^). Nach der Wahl des Sultans von Aegypten be-gaben sich hierauf der König von Jerusalem, der LegatPelagius, der Herzog Ludwig von Baiern und die Groß-meister der brey geistlichen Ritterorden nebst achtzehn
indem er vielleicht de» Tag, an wel-chem die wirtliche Uebergabe von Da-miette von den dort zurückgebliebenenKreuzfahrern bewirkt wurde, als denTag deS Friedensschlusses annimmt.
7 S) In Hinsicht der Bedingungendes Friedens sind die Nachrichten desOliveriuS Scholasiicus lx> i 4 S 7 - -433)und der morgenländischcn Schrift-steller vollkommen übereinstimmend;nur erwähnen die letztem nicht derZurückgabe deS heiligen Kreuzes, wel-che, wie OliveriuS versichert, wirklicherfolgte. Bernardus Thesaurariusaber bemerkt (p. 844 )- das zurückgs-gebene heilige Kreuz sev nicht dasie-nkgo gewesen, welches in der Schlachtbey Liberias oder Hittin verlorenwurde (non kamen lignum crnois
gnost Lxnst lalncriam xcistinim kne-r-n). Wgl. oben Kap. IX. Anm. L17.S. o8r. Olivcrius theilt dis Formeldes Eides mit, welchen Kamel ge-schworen haben soll, lieber den Ort,wo der Friede geschlossen wurde, gieblkeiner der morgsnländischen undabendländischen Schriftsteller Nach-richt. Wahrscheinlich hatte das Heerder Pilger noch nicht Baramun wie-der erreicht, als cs sich genöthigt sah,um Frieden zu bitten. Nach derChronik von TourS (p. 302) hattendie Christen nur erst zwcy Meilenvon ihrem Lagerplatz« sich entfernt,alS cs ihnen aus Hunger und Er-müdung unmöglich war, weiter zukommen (Isis immobiles extitcrunt).
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