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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Zug dcr Pilger gegen Kahirgh.

Schaaren, von welchen sie begleitet waren, stieg die Zahl^s^

Damiettc und für den heiligen Kriegals Moaddhcm Jsa, tvelcher selbst nachMesopotamien sich begab, um dortdie Muselmänner zu den Waffen zurufen l auch bewies er grosic Anhäng-lichkeit an seinem Bruder, dem Sul-tan von Aegypten. Aschraf dagegenwar den, Kamel nicht gewogen undsogar in seinem Herzen demselben ab-geneigt. Als die Truppen bei) Har-ran sich versammelt batten, so führteMoaddheni sie über den Euphrat, in-dem Aschraf Ihm folgte; Moaddhcmnahm alsdann sein Lager bey HcmS(Emcffa), und Aschraf Key 8ala-miah. Abu Modaffcr (bey Neinaud:Jbn al Dschust) berichicr- Ich hartedamals OamaScitS verlassen und michnach Emessa begeben, um an deinheiligen Kriege Thcil zu nehmen,und fand die Heyden Fürsten ent- --schlossen, gegen Tripolis zu ziehen.Im Rabi al achir kam ich zu Moad-dhcm nach Emessa, wo er zu mirsagte l Ich habe meinen BruderAschraf bis hierher durch meine Be-mühung gebracht, er aber ist verdros-sen, ich mache ihm täglich Vorwürfewegen seiner Zögerung, welche erverlacht, und ich besorge, daß dieFranken sich zu Herren von Aegyptenmachen werden. Aschraf ist deinFreund, begicb dich zu ihm; er hatmich schon oft nach dir gefragt.Hierauf schrieb der Sultan einen ei-genhändigen Brief von achtzig Zeilenan seine» Bruder, und ich begabmich mit diesem Briefe nach Sala-mich. Als Aschraf hörte, Lay i.nhcrankam, so verlies er sein Zelt undempfing mich und machte mir Vor-würfe deshalb, weil ich mich vonihm getrennt hatte; und es entstand

zwischen mir und ihm ein Wortwech-sel. Hch aber sprach zu ihm: dieMuselmänner sind in Noch; wenndie Franken Aegypten erobern, soherrschen sic biS nach Hadramauth(in Arabien) und vertilgen die Spu-ren voll Mekka und Medinah undSyrien: und du treibst Possen. Er-hebe dich zur Stunde und ziehe wei-ter. Hierauf sprach Aschraf- brechtdis Zelte und Vorzelte ab. AlSdannging ich voraus nach HcmS, wo Mo-addhem sein Auge auf den Weg ge-richtet hatte (mich selinlichst er-wartete). AlS ihm gemeldet wurde,Last jemand käme, so ritt er mir ent-gegen und sprach: ich habe gesternnicht geschlafen und heute nichts ge-gessen; worauf ich erwledcrte: Mor-gen in aller Frühe wird dein Brudernach HemS kommen, wie er mir ver-sprochen hat. Am andern Morgenzogen Schaaren heran, und kamauch die Schaar des Aschraf, undbey Gott, ich habe niemals eine treff-lichere und schönere, in Hinsicht derMänner, und eine vollkommenere, inHinsicht auf die Ausrüstung, gesehen,so dag Moaddhcm darüber eine groyeFreude empfand. Die bcydcn Für-sten brachten diesen Tag niir einan-der zu, indem sie sich beriechen, undsie beschlossen am andern Morgen, indaS Gebier von Tripolis cinzubre-chcn, um die Franken zu ängstigen.AlS sic so weit gekommen waren, soflöhte Gott dem Aschraf einen an-dern Entschlich ein, so dcch ec zu Mo-addhcm sagte: Lieber Bruder, anstattin Palästina einzudringen und da-selbst unsere Krau und unser Heer zuschwächen und die Zeit zu verlieren,sicht unS nach Oamiette ziehe» und