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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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254 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. IX.

^ 2 ^ Bestürmung mußte endlich aufgcgeben werden. In demKampfe mit dem Heere des Sultans rühmten sich zwardie Christen, zwey Tausend Saracencn erschlagen zu haben;aber auch ihr eigner Verlust war sehr beträchtlich"').

Zi. 2 ui. Noch empfindlicher war der Verlust, welchen dieKreuzfahrer in der am letzten Tage des Julius unternom-menen Bestürmung erlitten. Den Pisancrn, welche andiesem Tage in der Frühe des Morgens die an ihremSchiffe befestigte Fallbrücke an einen Thurm der Stadtangelegt hatten, gelang cs zwar, den Thurm zu ersteigenund viele Saraccnen zu tödtcn. Da sie aber vom ihrenMitpilgern nicht zu rechter Zeit unterstützt wurden, unddie Heiden die angelegte Fallbrücke durch griechisches Feuerverbrannten, so sahen sie sich genöthigt, den Thurm zu ver-lassen und in ihr Schiff sich zu retten. Auch die Genuesergelangten vermittelst einer Fallbrücke auf die Höhe einesandern Thurms und stritten daselbst bis zum Abendewider die Heiden; aber auch ihre Fallbrücke gerieth inBrand ; Wein und Essig, welche sie mit sich gebracht hal-ten, löschten nicht das Feuer, und diese Pilger warendaher ebenfalls gezwungen, zu.weichen und fast alle ihreFallbrücken und Sturmleitern im Stich zu lassenWährend dieses Kampfes wurden die bcyden Kriegsschiffe,welche die obere Schiffbrücke'^) Christen bewachten,von einer großen Zahl saraccnischer bewaffneter Fahrzeugeangegriffen; das Eine dieser beyden Schiffe wurde vonden Heiden verbrannt, und das andere vcrtheidigte nur

151) Memot", Iteg, I. o.

rza) tVIemor. Itcg. x. log;. logst.Olivcrius Scholasttcus erwähnt wederder Bestürmung von Damiette vonder Wafferseite, noch überhaupt eines

an diesem Tage gegen die Stadt selbstgerichteten Angriffs.

133) Das lNcmoi-iaLc bestimmt zwardie Brücke nicht näher; cs ist aberohne Zweifel die obere Brücke ge-meint.