Belagerung von Dam rette. 255
mit Mühe die Schiffbrücke so lange, bis es durch einc^herbcygceilte Schaar von Pilgern aus der Gefahr befreytwurde. Mittlerweile hatten die Kreuzfahrer zwar auchan die Landseite der Mauern von Damictte die Belage-rungsthürme gebracht uttd die Sturmleitern angelegtaber bas Heer des Sultans kam der Stadt zu Hülfe,und es gelang einer Schaar von mehr als fünf TausendSaraccnen, die Miliz der Templer zu überwältigendie Schranken des Lagers der Kreuzfahrer zu durchbrechenund das christliche Fußvolk in die Flucht zu treiben. DieSaraccnen ordneten hierauf, nachdem sic fünf der hölzer-nen Thürme, welche den Wall des Lagers beschirmten'"),zerstört hatten, innerhalb der christlichen Verfchanzungenihre Reiter und ihr Fußvolk zur Schlacht. Das Lagerder Pilger erschallte von dem furchtbaren Kriegsgeschrcyder Heiden, das übrige Heer des Sultans machte schonAnstalt, nachzufolgcn, und große Furcht kam über dieChristen. Dreymal versuchten es die französischen Kreuz-ritter vergeblich, die Heiden aus dem Lager der Pilgerzu verjagen; endlich ermannten sich die Templer wieder
IA4) IVlemor. Heg. x. logg.
IZZ) Oliv. Scliol. x. 1411, vgl. mirchlemor. Ilex x. rogg, 1097. Nachder Erzählung dieser lehtcrn Chronikging vor der Schaar, welche in dasLager der Christen eindrang, einEmir einher, welcher sprach: Moham-med ist der Herr und nicht der Sohnder Maria. Als dieses die Templerhörten, so riefen sie Christum, dasheilige Kreuz, das heilige Grab undden heiligen Georg um Hülfe an undbegannen den Kampf. Der Emir,welcher den Heiland gelästert hatte,wurde mit fünfzehn Reitern und
fünfzig zu Fusi erschlagen. Jakobvon Vitri) (ex. III. x. erwähntdieses Kampfes nur mit wenige»Worten.
1Z6) Onikilx,,; baltresciias (viel.Lcielung. giossar. v. LrcwLlriao)siirucruilt. IVIciuor. Heg, x. logg.S-rrLoeiii sigllisiem liltra moeili»rrosrra, braotis munitioilibus ligueis,egllituill et xcsiitunl aeies orüin.l-vcruilt. Oliv, goiioi. bcy OLlox. 446. Oer von Eccard (I. c. ) ge-gebene Text ist offenbar unvollständigund ungenau.
l. El,r.
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