Die Pilger am rechten Nilufer. L39
zur Belagerung jener wichtigen Stadt sich bedienen möch-tcn; obgleich die ägyptischen Christen dem Sultan für dieErhaltung dieser Kirche eine beträchtliche Geldsummeanboten
Obwohl diese Vorkehrungen bewiesen, daß die Sa-racenen alles Vertrauens zu ihren Kräften ermangelten:so ließen die Kreuzfahrer, als sie davon die Kunde erhiel-ten, gleichwohl nicht zu angestrengterer Thätigkcit sich be-wegen; sie sperrten nur die Zugänge von Damictte zuWasser und zu Lande kämpften in einzelnen Gefechtenmit den herumstreifenden Arabern, welche fortfuhren,Freunde und Feinde auszuplündern ^), und kümmertensich nicht um das, was in dem Lande von Aegypten unddem nur wenige Stunden von ihnen entfernten Lager desSultans vorging. Sie entschuldigten aber ihre Unlhätig-keit dadurch, daß viele ihrer Waffengefährtcn in Folgeder schlimmen Witterung des Winters Lrank, und ihremeisten Pferde während der rauhen Jahreszeit umgekom-men, die übriggebliebenen Rosse aber zum Dienste untaug-lich wären, so daß das christliche Heer den Kampf mit denzahlreichen saracenischen Schaaren nicht wagen dürfte^).
In ganz Aegypten herrschten jedoch Furcht und Angstund eine schreckliche Verwirrung, und die drohende Ge-fahr vermochte die muselmännischen Bewohner des Lan-des keinesweges zu einer allgemeinen Bewaffnung. DieEinwohner von Kahirah und Fosthat erboten sich zwar,den Betrag zwcymonatlicher Einkünfte zur Bestreitung der
79> Eesch. der Patriarchen ben'Nci-naud S. 27 . Vgl. Ncuarrclor Iristor.x>rtr. ^.tcx. gn g-z, wo diese KircheLcolcsia 8 . Marcr ivrmsclnr genanntwird.
80 ) Ebn al Alhir bey NeinandS- 2ü.
L>) Makrisi S. »2.
32) I»c. Ne vitr. cg. III. x.