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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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238 Geschichte der Krcuzzügc. Buch VII. Kap. IX.

2'^br. Nur die Burg Zion und der Tempel des Herrn bliebenverschont^). Eine ähnliche Maßregel nahm zu dieserZeit auch Kamel in Aegypten, indem er die Kirche desheiligen Marcus in einer der Vorstädte von Alexandrienzerstören ließ, in der Besorgniß, daß die Christen dieseshohen Gebäudes sich bemächtigen und als eines Thurms

ihr Vermögen und ihr Hausgcräthim Stiche liehen und nicht zweifel-ten, daß die Franken sic verfolgenwürden. Alle Straßen waren vonsolchen Flüchtlingen angefüllt, indemeinige nach Aegypten, andere nachKrak, andere nach Damaskus sich be-gaben; und die ehrsamen (verschleier-ten) Jungfrauen zerrissen ihre Kleiderund umwickelten damit ihre Füßewegen der Blöße. Eine große Zahlkam um durch Hunger und Dursi,und noch nie war ein solches Mißge-schick über den Islam gekommen.Was aber die Auswanderer an Gü-tern zu Jerusalem zurückgelassen hat-ten, wurde geplündert; ein ZentnerOel war daher für zehn Dirhem seil,und ein Pfund Kupfer für einen hal-ben Dirhem. Die Dichter wetteifer-ten In Gedichten, in welchen sie dieNegierung des Moaddhem tadeltenund über dieselbe sich beklagten. Ei-nige behaupten zwar, diese Zerstö-rung se» erst im Nadscheb geschehen,als der Moharreni längst vorüberwar, Jerusalem wurde aber schon imMoharreni geschleift." Eben dieseNachricht findet sich abgekürzter bcyNuwairi, jedoch mit dem Zusätze,daß die Schleifung von Jerusalem inder ersten Decade des Monats Rabial ewwel (vom ,7-26. Mai 12-y)vollende, wurde; vgl. Hamaker S. 117,

Nach Makris, (be» Ncinaud S. V)gab Moaddhem den Befehl, Jerusa-lem zu schleifen, zu der Zeit, alS ernach Aegypten zog. Durch die mit-gethetlte Erzählung des Abu Scha-mah wird die folgende Nachricht dcSAegidius de LcvreS, Pönitcntiariusdes Legaten Pelagiuü (in Lfim. lllar-tcitv et Ors. Ouraiifi Plic«. aiiecS.M I. x. 67-z.) bestätigt: Olvitas sail-ata lerusalem xost clcstruotioiiemmnrorllm receficiltidils Sarraccilisex toto a sollt Sliiianis et aliis Lllri-stieoiis lladitatlir, ileo resrat cle oe-tcro, nisi nt in valifia mann poxu-lns Ollrislianils aoocäat et clirntosmnros rcfirmet.

78) Oliver. Sciiol. cax. iz. x. ifiog.1410. Eben dieser Schriftsteller be-richtet, daß dis Saracenen damalszwar im Sinne hatten, auch dasGrab Christi zu zerstören, und vondieser Absicht den Einwohnern vonOamiette, um sie zu trösten, Nachrichtgaben, es aber doch nicht wagten,das Grab des Erlösers, welchen auchdie Muselmänner höher als einen derPropheten achten, zu verletzen. In-dem er mehrere Beweise der Ehre,welche die Muselmänner Christo zu-gesichen, anführt, bemerkt er:Ilncle verlas Ilaeretioi gnam Lara-oeni nominalst fiel,ereilt» scsi llslissalsi ilomillis Praevallllt.