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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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216 Geschichte der Krcuzzüge. Buch VII. Äcip. IX.

^2^'wie in der ersten Zeit ihres Aufenthalts in Aegypten,ungeachtet des Walles und Grabens, durch welche sic sichzu schützen gesucht hakten, von arabischen Horden ohneUnterlaß beunruhigt, indem die kühnen Räuber anfangsnur wahrend der Dunkelheit der Nacht, bald aber auchselbst am Hellen Tage in das christliche Lager sich schlichenund einzelne Zelte sowohl als die Kreuzfahrer, welche indenselben sich aufhielten, raubten und hinwegführtcn. Erstdadurch, daß eine zahlreiche Mannschaft in einen Hinter-halt gelegt, und von dieser eine große Menge der räube-rischen Araber erschlagen wurden, schafften die Obersten

lhcilk Abu Schamah folgende Nach-richt deS Ab,, Modh.iffer mit:DieUrsache des TodeS deü Sultans Ma-lck al Adel war die Erschütterung,welche ilim die aus Da,nickte ge-brachte Nachricht von der Eroberungdes Kettenthurms durch die Frankenznzog; denn er schlug an seine Brustund lag krank danieder bis zumFrei,läge, dem 7. Oschemadi clachireh,an welchem Tage er zu AIckin starb.Malck al Moaddhem aber hatte dieFranken am Z Dschcmadi clachireh(Lg. August 1218 1 bey Elkcimun be-siegt." Abu Modhaffcr berichtet dannweiter, dag Kcrimcddin auü Chalat,welcher allein von dem Ableben desSultans Wichte, dem Male! al Moad-dhcm davon die Nachricht nach Nca-polis Lurch eine Brieftaube zusandtc.Des Kampfes bei, Alkaimnn erwähntauch Hugo Plagon (S. ü86) auf fol-gende Weise: Am Tage der Ent-hauptung Johannis (oy. August r-iy)legte Coradin einen Hinterhalt bei)Ptolemais,nd als einige saracenl-sche Parteyen (norrcor-) sich sehenliehen, so zog die Miliz von Proly-

mals ans, sie zu verjagen, und wurdebiS zu dem Hinterhalte gelockt, woein heftiger Kampf cntsiand. DieChristen nahmen endlich die Fluclnund wurden bis zu den Thoren vonProlcmais verfolgt; viele andere er-schlagen oder gefangen; und diejeni-gen, welche noch in der Stadt waren,wassneten sich und verschlossen dieThore, damit die Saraccncn nicht indie Stadt dringen mochten. Hieraufbelagerte Coradin eine Burg sie efta-stcl), und als die christliche Besatzungderselben auf ihr Ansuchen um Bey-stand die Antwort erhielt, Last keineHülfe möglich wäre, so verliest sic dieBurg in der Nacht, schiffte sich aufEalcen ein und entwich nach Ptole-mais. Am folgenden Tage erstiegendie Saraccncn die verlassene Burg,welche sie schleiften; und Coradinunternahm alsdann die Belagerungdes PilgerschlosscS (OIiLLtel kelovln),welche er aufhob, alü schlimme Nach-richten von der bedrängte» Lage sei-nes Bruders Kamel ihn bewogen,nach Aegypien sich zu begeben.