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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Aufenthalt der Pilger am linken Nilufer. 215

und herrschsüchtiger Mann, hatte aber kaum sein Schiff-verlassen, als er zu dem Könige Johann sich begab unddie anmaßliche Behauptung vortrug, baß diese Kreuzfahrtvon der Kirche angeordnet wäre, und die Kosten derselbenmit kirchlichen Mitteln bestritten würden, folglich demLegate» dcS apostolischen Stuhls die oberste Leitung bcr-selben zustande und nicht dem Könige von Jerusalem,dessen Unterthancn den geringsten Theil dcS Heeres aus-machten. Obwohl der König Johann auf diese Forde-rung keine Rücksicht nahm, sondern fortfuhr, die Gewaltzu üben, welche ihm die Pilger zugcstandcn hatten: sogewann doch der Cardinal Pelagius nach und nach einezahlreiche Partey, und es bildete sich in dem Heere derKreuzfahrer eine Zwietracht, welche von sehr nachtheiligenFolgen war

Indem viele Kreuzfahrer wegen eines solchen stören-den Mißverhältnisses, welches Fürsten und Volk entzweyte,nicht ohne bange Ahnungen in die Zukunft blickten, wurdedas christliche Heer aufs neue durch mancherley Wider-wärtigkeiten heimgesucht. Aus Syrien wurde die Nach-richt gebracht, daß die Miliz von Ptolemais und vor-nehmlich die Templer in einem blutigen Kampfe gegenMalek al Moaddhcm eine schwere Niederlage erlittenhätten In ihrem Lager wurden die Pilger wieder,

17) Chronik des Jordanus in llai-

»aläi animl. cooles. a. I2>g tz. II.Marini Sainiri Scorcta üilcUiim cru-oi» I >i!>, III. k. ii. «Lp. 7. p. L07.

13)Im Jahre 6 >z," sagt AbuSchamah,im Monate Dschemadiclachirch, traf Malek al Moaddhcmmit den Franken bei, Elkeimun (»achden arabischen Geographen einemOrte in der Gegend oon Ramlah,

wahrscheinlich zwischen dieser Stadtund PtolemaiS gelegen, vgl. Uolnxal-äiui vita Salaüini p. i/.g, undkoiiul-tens inä. geogr. v. ^.liraimuiium )zusammen, gewann über sie einenSieg, tödtete ihrer eine große Zahlund nahm hundert Mann zu Pferdeder Templer gefangen, welche er mitumgekehrten Panieren in JerusalemHinei,«führen ließ." Weiter unten