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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Neue Bemühungen des Papstes Honorius. 211

Bcyspiel vor/ indem er versicherte, daß er außer den bon^-Ak.seinem Vorgänger Jnnocenz gesammelten Geldern und demvon den CardinäleN gesteuerten Zehnten mehr als zwanzigTausend Mark Silbers aus seinen eigenen Mitteln fürden heiligen Krieg verwandt hatte und im Begriff Ware,noch ferner fünf Tausend Mark zur Beförderung einesso verdienstlichen Werkes zu spenden. Auch erklärte derPapst die gegen den König Johann von Jerusalem unddie Ritterschaften des Tempels und Hospitals erhobeneAnklage, als ob sie das ihnen anvcrtraute heilige Geldzu fremdartigen Zwecken verwendeten, für eine freche Ver-läumdung. Er betheuerte vielmehr, durch die Meldungenseines Legaten, so wie des Patriarchen von Jerusalemund des Herzogs von Oestreich zu wissen, daß der Königvon Jerusalem nicht minder als die Ritterorden mit edlerHingebung ihr ganzes Vermögen für die Zurüstungen zurBelagerung von Damiette/ dem Schlüssel von Aegypten,verwendeten. In solcher Lage der Sache beauftragte Ho-norius sämmtliche Prälaten der abendländischen Kirche,den König Johann und die geistlichen Ritterorden alstreue Kämpfer des Heilandes und eifrige Beschützer deschristlichen Glaubens in allen Ländern der Kirche mit ge-bührendem Lobe zu preisen Und der Mildthätigkeit from-mer Gläubiger zu empfehlen ^).

Die meisten der Kreuzfahrer, welche in Aegypten ihrenAufenthalt verlängerten, waren nicht so zufrieden mitdem Verfahren des Königs Johann von Jerusalem, alsder Papst, sondern klagten vielmehr über die Unthätigskeit, welcher der König sowohl als die übrigen Obersten

7) Nzinaia. 1. 0. §. 14. IA. Dieses vor dem Ende Oktobers, vielleicht »ochSchreibe» wurde wahrscheinlich nicht später erlassen.

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