204 Geschichte der Krenzzüge. Buch VII. Kap. Vlli.
tcn die Saracenen, als sie in das untere Stockwerk sichzurückgezogen, das obere in Brand, und die Pilger wurdendadurch genöthigt, den Thurm zu verlassen und sich wiederauf ihre Brücke zu begeben. Hierauf wurde die Brücke,welche in dem niedern Theile des Schiffthurms der Chri-sten befestigt war, an das untere Stockwerk des Ketten-thurms angelegt und die Mauer desselben mit eisernenHämmern bestürmt. Auch zündeten die Kreuzfahrer vor demThore des Thurms ein gewaltiges Feuer an und quältendie Besatzung durch heftigen Rauch "). Die Saracenensetzten jedoch ihren Widerstand während dieses^Tages und-'.Äug.vrr ganzen folgenden Nacht bis zur zehnten Stunde desandern Tages fort und fügten zwar nicht dem Schiffs-thurme und dessen Netzwerke, aber der Fallbrücke der Be-lagerer beträchtlichen Schaden zu, obgleich ein Theil derBesatzung verzagte, die nächtliche Dunkelheit benutzendmit Seilen an dem Thurme sich herablicst, und schwimmendzu entfliehen suchte. Nur wenige erreichten jedoch ihrZiel, die übrigen ertranken im Flusse oder wurden vonden christlichen Geschossen getödtet. Endlich, nachdemdieser angestrengte und von beyden Seiten blutige Kampffünf und zwanzig Stunden gewährt hatte ^°), verlangtendie Saracenen zu unterhandeln und überantworteten,nachdem sie Sicherheit des Lebens sich ausbcdungcn hatten,den Kcttenthurm dem Herzoge Leopold von Oestreich.Von den anfangs zahlreichen Vcrthcidigcrn des Thurmswaren nicht mehr als hundert übrig, welche Gefangene
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