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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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202 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. VIII.

^ 3 ?'das kleinere Fahrzeug der Kreuzfahrer, welches ebenfallsan dem Kettenthurme seinen Anker geworfen hatte; undobwohl Eine jener Maschinen nach wenigen Würfen zer-schmettert wurde, so blieben doch die übrigen vier in einerden Christen höchst gefährlichen Thätigkeit. Zugleich wurdevon der Mauer von Damiette sowohl als von der Höhedes Kettenthurms das griechische Feuer in langen Strö-men gegen die christlichen Schiffe geworfen. Zwarerstickten die Kreuzfahrer wahrend einiger Zeit das Feuer,wo es ihre Fahrzeuge oder Maschinen berührte, durchEsstg oder Sand. Endlich aber gelang es den Saracenen,das vordere Ende der an dem Thurme des Doppelfchiffsbefestigten großen Fallbrücke, welche die Belagerer schonan den Thurm angelegt hatten, vermittelst vorgestreckterLanzen mit Oel zu bestreichen, wodurch die Wirkung desgriechischen Feuers verstärkt und beschleunigt wurde. DerAnblick der lodernden Flamme, von welcher die Fallbrückeergriffen wurde, setzte selbst die Pilger, welche am linkenUfer des Flusses Zeugen des gefahrvollen Kampfes ihrerWaffenbrüder waren, in solches Schrecken, daß die Rittervon ihren Pferden Herabstiegen, ihre Hände zusammen-schlugen, sich auf den Boden warfen und zu Gott umHülfe beteten. Die Angst und Noth der Kreuzfahrer,welche auf dem bedrohten Doppelschiffe sich befanden,wurde noch dadurch vermehrt, daß die Wendebrücke,welche an dem vordem Ende der langen Fallbrücke ange-bracht war"), von der Last der Löschenden sich bog, unddiese in der Gefahr schwebten, sämmtlich ein Raub derWellen zu werden. Der Fahnenträger des Herzogs vonOcstreich hatte wirklich das Unglück, von der Brücke

52) Isluniiins iusiLl. Oliv. Sclio-

55) I'ona toin.itili?, krontinis. Oliver. äciiol. 1». 1404.