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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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198
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J.Cvr.

r2Ig.

198 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. VIII.

zwar in kurzer Feit, aber mit großer Anstrengung einWerk, welches allgemeine Bewunderung erweckte. Sieverbanden zwey Schiffe vermittelst Balken und Taue aufdas festeste mit einander, errichteten dann auf diesen Schifffen vier hohe Mastbäume und eben so viele Segelstangen,und stützten durch dieselben einen Thurm, welcher ausBretern und Netzwerk zusammengesetzt und gegen dasgriechische Feuer mit Thierhäuten auf dem Dache undden Seiten gesichert wurde. Unter diesem Thurme wurdemit den stärksten Tauen eine leitcrförmige Fallbrücke derfestigt, welche, mit Netzwerk geschützt, in einer Länge vonbrcyßig Klaftern über die Vordertheile der zusammcnge-fügten Schiffe hervorragte; und in dem Innern desThurms wurde eine Fallbrücke von geringerem Umfangeangebracht ^).

42) Oliver. Lllliolasl. x, 140z. Wgl.g x>. 1405. In einer merkwür-digen Uebereinsiimmung mit der imTexte nach Oliverius gegebenen Be-schreibung jenes Werkes steht folgen-der Bericht der Geschichte der Patri-archen sReinauä x. 12. IZ. ) IDieFranken erbauten Schiffe, welche sieMarmah nennen. Diese bestehen näm-lich aus zwei) Fahrzeugen, welche mitBalken und Nägeln auf eine solcheWeise verbünden sind, daß sie wie einSchiff aussehen. Auf denselben er-richteten sie vier Palmbäume, welcheeinen Thurm von Holz trugen; undum diesen Thurm war eine Mauer,welche mit Zinnen versehen war, wiedie Mauern der Städte. Auch mach-ten sie daran eine große Leiter

d. i. eeal»), welche mit Tauen undStricken heraufgezoge» und hcrabgc-lassen werden konnte." Herr Hama-

ker (x. 94.) hält daS auch bey Ma-krisi einige Male vorkommende WortMarmah, welches Herr Neinaud ivla-remme auespricht, für das lateinischedarbota, allein dieses Wort bezeich-net wenigstens bei) Jakob von Vitroeine Art von kleineren Fahrzeugen,fao. äe Vilr. cxr. III, x. 29h. Vgl.Oliver. Sclrolasr. x>. 140g. und obenAnm. 36. und zz. Das Wort mar-mall ist vielleicht aus dem bekanntenlateinischen Worte des Mittelalters

lich Bauholz, s. ^.sicliuiA glossar.V. matcria) zu erklären. An eineranderen Stelle (c 12. x. 147,31 bemerktOliverius, daß die französischen Pilgerdas kleinere friesische Fahrzeug, vonwelchem das Dovpelschtff bis zu demKcttenthurme bugsirt wurde, die hei-lige Mutter (sairmam malrcm, nann-ten. Jakob von Vitro (exlst. kl.