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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Heerfahrt nach Aegypten.

Holland und Wied, und sänimtliche deutsche und nieder-ländische Pilger, welche mit ihnen den Portugiesen zurEroberung von Alkazar Beystand geleistet hatten, in dasLagör vor Damiette, nachdem sie nicht ohne Gefahren undWiderwärtigkeiten im Frühling« ihre Fahrt von Lissabon

nach Ptolemais vollbrachtPilgerheer versammelte sichStadt ")-

abgefahren und am dritten Tage bc»Damiette angekommen ft», jedochohne die Oopitanci. Daher ft» auchdie Landung nicht sogleich erfolgt,sondern man habe die Häupter deSHeers zwe» Tage erwarten Hieraufft» ein Kriegsratk auf dem Schiffeder Tempelherren gehalten (Majorcs

xti), von einigen die Rückkehr angerrächen, aber endlich auf den VorschlagdeS Erzbischofs von Nicosia die Lan-dung beschlossen und unter der An-führung des Grafen von Sarbrückohne Schwierigkeit bewirkt worden,lim die neunte Stunde desselben Ta-gcS kamen auch die Oagusiwi undwunderten sich sehr, als sie sahen,dag die vorangegangencn Pilger schonihre Zelts aufschlugen. Ich bin derErzählung des Olioerius gefolgt, wel-che durch den brieflichen Bericht desJakob von Vitr» bestätigt wird. Inder Geschichte von Jerusalem diesesVerfassers dagegen findet offenbar einsVerwirrung der Thatsachen Statt.

ii) Diese Pilger verliehen nach demMönche Gottfried (x. 357-) am3 i. März 121g den Hafen von Lissa-bon, am 7. April (dloicts lVIartii,wofür aber gewiß LprIUs zu sehenist) gingen sie durch die Meerenge vonGibraltar und trafen jcnseit dersel-

hatten Ein zahlreichesalso zur Belagerung dieser

ben zwey saracenische Schiffe an,welche sie ausplünderten und ver-brannten, nachdem sie die Mannschaftgetödtet halten. Am heiligen Don-nerstage (i2. April, xricllo llclnslis) wurde die Flotte der Pilger durcheinen heftigen Sturm zerstreut, undviele Schiffe verloren ihre Schaluppen(d-cteUos). Noch heftiger war derSturm in der Ostcrnacht (vom 14. aufden -Z. April). Daher suchte einTheil der Schiffe in dem Hafen vonBarcellona oder Marseille Schuh;andere wurden nach Genua, Pisaoder Messina verschlagen. Nach undnach gelangten sie nach Ptolemais.Oie Zeit ihrer Ankunft daselbst wirdvon Gottfried nicht angegeben ; wahr-scheinlich langten sie dort au, als dieBelagerung von Damiette schon warbegonnen worden.

i2) Uebertriebeu aber ist die Angabedes- Makrisi (x. oZ. ) , daß das Heerder Christen vor Damiette 70002 zuPferde und 40000 zu Fuß zählte. DisInsel, auf welcher die Christen sichlagerten, wurde, wie Makrisi be-merkt, Dschiseh Dimjat genannt (vgl.Ilamccicei zu 74.). Den Lauf desNils beschreibt dieser Schriftstellerbe» dieser Gelegenheit also:Wennder Nil biü nach Foöthat gekommenist, so umfließt er diese Stadt nördlich

l. Ehr1218.